Olympia BSD-Sportdirektor Schwab begrüßt Rodel-Entscheid

Bei der Eröffnung war Andre Lange stolzer Fahnenträger der deutschen Mannschaft. Sein Start im Zweierbob gerät nun in Gefahr. Foto: dpa

Whistler (dpa) - Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) hat die Entscheidung über die Austragung der olympischen Rodel- Wettbewerbe begrüßt.

 

«Ich bin froh, dass für die Athleten jetzt endlich eine Entscheidung da ist», sagte Sportdirektor Thomas Schwab im Deutschen Haus in Whistler. Zugleich äußerte der langjährige Rodel-Bundestrainer die Hoffnung, dass nach dem Unfalltod des Georgiers Nodar Kumaritaschwili alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Seine Athleten seien «sehr, sehr professionell» mit der schwierigen Situation umgegangen, betonte Schwab. «Aber ich kann natürlich nicht in die Köpfe der Sportler reinschauen.»

Der deutsche Fahnenträger und Bob-Olympiasieger André Lange hat sich bestürzt über den Tod von Kumaritischwili geäußert. «Ich hoffe, dass das keinen Schatten auf diese Spiele wirft. Es ist eine Tragödie», sagte der 36-Jährige nach der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Vancouver. Auswirkungen auf seinen eigenen Auftritt in der Eisrinne von Whistler fürchtet der dreifache Goldmedaillengewinner aber nicht. «Es kommt der Moment, in dem man sich komplett auf sich selbst konzentrieren muss. Man ist ganz allein und muss nur auf sich selbst achten», sagte Lange.

Die Frage nach der Schuld am Tod Kumaritischwilis wollte Lange nicht beantworten. «Jeder, der sich auf so eine Bahn begibt, weiß, dass das gefährlich ist. Das darf man nie vergessen», sagte er.

 

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