Oktoberfest-Schausteller mosern Oide Wiesn zu billig – Steigen deshalb 2017 die Preise?

Die Fahrgeschäfte auf der Oidn Wiesn sind so billig, dass sie zur Konkurrenz fürs Oktoberfest werden. Foto: imago/STL

Am heutigen Dienstag hat Bürgermeister Josef Schmid dem Stadtrat den Abschlussbericht des Oktoberfest 2015 vorgestellt. Darin verbirgt sich neben vielen positiven Nachrichten auch ein Preis-Schock: Die Oide Wiesn soll künftig teurer werden!

München – Im Resümee zur Oidn Wiesn heißt es: "Die Oide Wiesn war ein großer Erfolg und wurde von den Besucherinnen und Besuchern erneut sehr gut angenommen." Und zwar so gut, dass die Schausteller der "neuen" Wiesn Alarm schlagen.

Denn dort gibt es einen Punkt, der nicht ganz so positiv klingt: "Die Umsatzzahlen bei den Marktkaufleuten und Schaustellern waren [...] stark rückläufig." Als ein Grund dafür wird ein "bewusstes Ausgabeverhalten" bei den Besuchern genannt. Qualität und Leistung müssten stimmen, bevor die Besucher zur Geldbörse greifen.

Doch genau da liegt das Problem: Die meisten Fahrgeschäfte sind altbekannt – oder einfach nur alt – und vor allem teuer. So werden beispielsweise für eine Fahrt im Riesenrad acht Euro fällig, die Achterbahn kostet für Erwachsene sogar neun Euro und für den legendären Olympia-Looping werden ebenfalls  neun Euro fällig.

Problem der "neuen" Wiesn: Die "oide" ist zu billig

Dem gegenüber stehen deutlich (familien-)freundlichere Preise auf der Oidn Wiesn: Nach dem Eintrittspreis von drei Euro wird pro Fahrgeschäft nur noch ein weiterer Euro verlangt. Kinder unter 14 kommen sogar komplett kostenlos auf die Oide Wiesn.

Und genau da liegt das Problem: Im Jahr 2015 haben insgesamt 568.833 zahlende Gäste die Oide Wiesn besucht. Damit "entwickelt sich die Oide Wiesn [...] zur ernsten Konkurrenz für das Oktoberfest."

Im Wiesn-Bericht von OB Schmid heißt es daher einerseits: "In Zusammenarbeit mit den Schaustellerverbänden muss mehr für familienfreundliche Preise bei den Beschickern geworben werden." Doch damit allein wird es wohl nicht getan sein – und deshalb muss sich wohl auch das Preiskonzept der Oidn Wiesn ändern.

Dieses Jahr pausiert die Oide Wiesn aufgrund des Zentral-Landwirtschaftsfestes (ZLF). Diese Pause sollte laut Abschlussbericht 2015 "intensiv genutzt werden, um das Konzept der Oidn Wiesn so anzupassen, dass eine Chancengleichheit zwischen den Beschickern auf der Oidn Wiesn und den Beschickern auf dem Oktoberfest gewährleistet wird."

Unterm Strich kann das eigentlich nur heißen: Der Eintritt und/oder die Preise der Fahrgeschäfte auf der Oidn Wiesn werden für 2017 wohl deutlich erhöht werden.

 

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