Oktoberfest-Attentat SPD-Fraktion: Mehr Ernst beim Wiesn-Gedenken!

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) spricht am 26.09.2015 am Mahnmal für die Opfer des Oktoberfest-Attentats im Jahr 1980 auf der Theresienwiese. Foto: Andreas Gebert/dpa

Das Oktoberfest ist rum, doch es besteht noch Gesprächsbedarf. Vor allem, was das Gedenken an das schreckliche Attentat vor 35 Jahren angeht, so die Stadtrats-SPD.

 

München – Die Wiesn ist in erster Linie natürlich eine Gaudi-Veranstaltung. Aber ganz dürfe man den Ernst dabei auch nicht vergessen, findet die SPD. Die Rathaus-Fraktion hat deshalb nun beantragt, auf dem Volksfest das Mahnmal für das Oktoberfest-Attentat vor 35 Jahren wieder mehr in den Blick zu rücken.

Bei der Explosion starben 13 Menschen und auch der Attentäter Gundolf Köhler, ein früherer Anhänger der rechtsextremistischen "Wehrsportgruppe Hoffmann". Das Attentat steht in einem bis heute ungeklärten rechtsextremen Zusammenhang. Die Bundesanwaltschaft hatte nach jahrzehntelangen Forderungen im vergangenen Dezember die Ermittlungen neu gestartet.

Bisher zogen die johlenden Scharen auf dem Oktoberfest direkt an den Menschen vorbei, die still der Toten gedachten. Dem Willen der SPD nach soll das Denkmal unter anderem künftig auf allen städtischen Plänen und Übersichtskarten eingezeichnet werden. Und auch beim traditionellen Einzug der Wiesnwirte soll es in Zukunft besser eingebunden werden.

 

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