Starkregen und heftige Winde Sturmtief "Fabienne" pustet die Wiesn durcheinander

Sturmtief "Fabienne" sorgte für leergefegte Außenbereiche auf der Wiesn. Foto: Felix Hörhager/dpa

Am Sonntag soll das Wiesn-Wetter sehr durchwachsen sein. Für den Abend sind sogar schwere Sturmböen angekündigt. Wetterexperte Kachelmann warnt das Oktoberfest

 

Update: Inzwischen ist die Warnung wieder aufgehoben. 


München - Das war ein unschönes Ende des Wiesn-Sonntags: Regen und starker Wind haben das Oktoberfest am Abend kräftig durchgepustet – und sorgten für eine Warnmeldung der Festleitung.  

Der Grund: Über den Süden und die Mitte Deutschlands zog ab dem frühen Sonntagabend Sturmtief Fabienne hinweg, gerade im Süden waren stellenweise schwere Sturm-, sogar Orkanboen vorhergesagt. Die Deutsche Unwetterzentrale hatte schon am Samstag Vorwarnungen verschickt. Für München galt die dritte Warnstufe (orange). 

Warnung vor starken Windböen in München

Die Warnung galt zwischen Sonntag, 23. September 2018, 16 Uhr bis Montag, 24. September 2018, 4 Uhr. Erwartet wurdenn starke Windböen (bis zu 80 km/h) aus Südwest- bzw. Nordwest-Richtung. Örtlich auch schwere Sturmböen um 90 km/h oder mehr.

Auch Wetterexperte Jörg Kachelmann beobachtete diese "von Gewittern durchsetzte Kaltfront", die da herauf zog. Der Meteorologe hielt es deswegen für sinnvoll, die Wiesn vorzeitig zu schließen, damit niemand zu Schaden kommt. 

Zur Prävention Wiesn "einfach früher schließen" 

Kachelmann schrieb der AZ auf Anfrage, "das Maximum des Windrisikos ist etwa 22 bis 23 Uhr zu erwarten". Falls man am Abend sähe, dass die Kaltfront dieses Timing behält, würde er überlegen, einfach früher zu schließen. "Wenn man um 20 Uhr sieht, dass die Kaltfront läuft wie vorgesehen, schiene das für mich sinnvoll als Prävention, dass es um 21 Uhr vorbei ist", so Kachelmann. "Ich mache mir Sorgen, was den Leuten passiert, die sich nach Zusperren unter irgendwelche Bäume legen zum Schbeim oder Anderes", so Kachelmann zur AZ. Es sei ebenfalls problematisch, wenn Leute unterwegs von Böen mit 100 km/h und mehr "überrascht" werden. 

Der Wetter-Experte fügt hinzu: "Ich nehme an, dass die Verantwortlichen das eh im Auge haben."

 

Tatsächlich beobachten die Verantwortlichen bei der Stadt die Situation. Das Sturmtief gab am Nachmittag dann schon eine erste Kostprobe ab: Hinter der Oidn Wiesn wehte es den Absperrzaun komplett um. Die Feuerwehr rückte aus, um den Zaun zu sichern. 

Wiesn: Im Außenbereich soll man sich besser nicht aufhalten

Am Abend dann die Gewissheit: Sturmtief Fabienne ist so stark, dass der Aufenthalt im Außenbereich des Festgeländes nicht empfohlen wird. Das teilte die Festleitung mit. Wörtlich hieß es: "In der nächsten halben Stunde wird mit einem Unwetter gerechnet. Es wird empfohlen, den Besuch im Außenbereich des Festgeländes zu unterbrechen."

Die Fahrgeschäfte bereiteten sich ebenfalls vor. Laut Sprecherin Yvonne Heckl habe jedes Geschäft "ein Prüfbuch, das Bedingungen wie die Windstärke, bis zu der es fahren darf", festlegt und wann beispielsweise Sturmstützen eingezogen werden müssen." Diese Maßnahmen setzten die Betreiber um.

Die Warn-Meldung wurde auch über die Katwarn-App verbreitet. Bei Regen und Wind und nach einem Tag voller Bier traten jedoch ohnehin viele den Heimweg um diese Zeit an. Gut eine Stunde später hieß es dann auch von der Festleitung: Die Warnung ist aufgehoben!

 

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