Oktoberfest 2016 Münchens Oberbürgermeister Reiter verteidigt Rucksack-Verbot

, aktualisiert am 27.08.2016 - 11:26 Uhr
Das Wiesn-Rucksackverbot ist fix - für Münchens Oberbürgemeister Reiter die richtige Entscheidung. Foto: dpa

Am Mittwoch wurde das Rucksack- und Taschenverbot für die diesjährige Wiesn offiziell bestätigt. Jetzt verteidigt OB Reiter die Entscheidung.

München - Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die Entscheidung für einen Zaun um das Oktoberfest und ein Rucksackverbot verteidigt. "Die Besucherinnen und Besucher hätten nicht verstanden, wenn wir nach dem Sprengstoffanschlag in Ansbach so getan hätten, als wäre nichts passiert", sagte er im Interview des Radiosenders "B5 aktuell".

Er glaube an eine "friedliche Wiesn", betonte Reiter. "Wenn ich Fakten hätte, dass es ein Risiko gibt, dann würde es kein Oktoberfest geben." Er fügte allerdings hinzu, dass es nirgendwo absolute Sicherheit gebe.

Die Sicherheit ist in diesem Jahr das große Thema auf dem Münchner Oktoberfest, das am 17. September startet. Aus Angst vor Terrorismus wird es einen Zaun geben, Rucksäcke dürfen nicht mit auf das Festgelände genommen werden.

Maximal drei Liter Fassungsvermögen

Die finale Entscheidung über das Rucksack- und Taschenverbot fiel am Mittwoch im Stadtrat. Einstimmig wurde dort die Neufassung der Oktoberfestverordnung beschlossen.

Laut der neuen Verordnung darf jegliches Gepäck mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern beim diesjährigen Oktoberfest nicht mit auf das Festgelände genommen werden. Ausnahmen gibt es nur in begründeten Fällen, zum Beispiel für den Transport erforderlicher medizinischer Geräte und Arzneimittel. Kleine Handtaschen sind weiterhin erlaubt.

Polizeipräsident Andrä: Terrorgefahr nicht höher als sonst

Neben der neuen Oktoberfestordnung sorgte vor allem die Absage verschiedener Veranstaltungen bzw verschiedener Wiesn-Teilnehmer für Aufregung. So haben unter anderem zwei Vereine ihre Teilnahme am diesjährigen Trachten- und Schützenzug wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.

Auch Unternehmergattin Regine Sixt sagte ihre traditionelle Damen-Wiesn mit zahlreichen Prominenten ab. Die Verantwortung für ihre mehr als 1000 Gäste könne sie nicht übernehmen, teilte die Mietwagen-Unternehmerin mit.

Für Polizeipräsident Hubertus Andrä sollten diese Bedenken jedoch nicht von einem Wiesnbesuch abhalten. In einem auf Facebook veröffentlichen Statement schreibt Andrä, dass es keine Veranlassung gebe, von einem Wiesnbesuch Abstand zu nehmen. Die Terrorgefahr sei nicht höher als sonst, eine konkrete Gefährdung liege nicht vor. "Mit der latenten Gefahr leben wir jetzt schon seit vielen Jahren", schreibt Andrä.

 

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