Oktoberfest 2013 Wirbel um Mega-Rechnung von der Wiesn

Saftige Rechnuung: Ein Gast hat laut diesem Papier über 12.000 Euro berappen müssen. Handelt es sich um einen Fehler? Foto: imago/oh

Im Internet kursiert ein Beleg aus dem Schützenfestzelt – über 12.272,10 Euro. Jetzt wird gerätselt, wer so viel Geld verjubelt hat. Wirt Edi Reinbold vermutet einen Tippfehler

 

München - Im Bierzelt auf dem Oktoberfest kann man freilich viel Geld ausgeben, aber ganze 12.272,10 Euro, das ist schon eine saftige Zeche.

197 Maß Bier, 15 Weinschorlen und 1022 diverse Getränke für je 10 Euro stehen auf dem Beleg aus dem Schützenfestzelt, der nun nach der Wiesn für Aufsehen sorgt.

Aufgetaucht ist die Rechnung auf der Facebook-Seite des Kabarettisten Markus Stoll, der als Grantler „Harry G“ mit Parodie-Videos eine Internet-Berühmtheit geworden ist. Zu dem Foto schreibt er: „Zefix, kurz vor der Winterpause findst dann so an Kassenzettel in der Ledernen.“

Wer sich diese Zeche angetrunken hat, sagt er bisher nicht.

Doch in den Kommentaren auf der Seite wird eifrig spekuliert. War’s die Firmenfeier einer Versicherung, einer Bank oder einer Immobilienfirma? War’s der FC Bayern? Oder ein reicher Spender, der eine Runde fürs Zelt ausgegeben hat? „Tebartz-van Elst auf der Wiesn?“, mutmaßt Nutzer Guido Pauly und nimmt damit den Limburger Protz-Bischof aufs Korn.

Die Reaktionen auf die hohe Rechnung sind geteilt: Die einen sind beeindruckt, die anderen finden's gruselig. „So muss sei“, findet etwa Gerhard Maurer. „Da könnte man auch eine schöne Weltreise machen“, meint hingegen Christian Mueller.

Auch übers Trinkgeld wird gewitzelt: „Ich hätte auf 12.272,50 aufgerundet“, schreibt Heiko Böse. Spendabler wäre Marco Kolditz: „15.000, stimmt so.“ Oder gleich: „Getrennt, bitte!“, wie Thomas Schroeder scherzt.

Andere wundern sich, warum kein Essen auf der Rechnung steht und vermuten „Cocktail-Stenzn“ hinter den Zechern, wegen der diversen Getränke. Dabei handelt es sich dabei wohl um Schnaps.

Der Wirt vom Schützenfestzelt, Edi Reinbold, vermutet einen Tippfehler: „Die Rechnung kann so nicht stimmen“, sagt er zur AZ. „Wir haben die Bedienung, die die Rechnung ausgestellt hat, bereits kontaktiert und wollen die Sache klären.“

Womöglich wurde der Beleg falsch ausgestellt und dann auf den Boden geworfen, als die Bedienung den Fehler bemerkte.

Von einem Tippfehler ist in der Diskussion im Internet aber kaum die Rede. Die meisten halten eine derart irre Wiesn-Zeche wohl durchaus für möglich.

 

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