Ökologischer Leisetreter Peugeot 508 RXH – die Kraft der zwei (Motoren-)Herzen

Wird durch die zwei Motoren, die auf je eine Achse einwirken, zum Allradler: Der Peugeot 508 RXH kommt auch abseits der Straße durch. Foto: Hersteller/ho

Großer Löwe mit zwei Herzen: Der Peugeot 508 RXH ist der zweite in Serie gefertigte Full-Hybrid-Diesel des französischen Automobilherstellers.

 

München - Er ist ein ideales Gefährt, um einerseits auf ansprechend hohem Niveau flott von A nach B zu kommen und andererseits dabei das grüne Gewissen zu beruhigen. Denn die Kombination aus Diesel und Elektromotor genügt sehr hohen Umweltansprüchen.

Obwohl der RXH zur 508-Familie gehört, markiert er sowohl optisch als auch technisch und qualitativ die Spitze der 508-Versionen. Dies ist auch mit ein Grund, weshalb der RXH nun zum "Taxi des Jahres 2013" gewählt wurde.

Der Kombi sieht nicht nur schick und elegant aus, er fährt sich auch so. Der Selbstversuch mit Familie und Hund hat gezeigt, dass sowohl Vier- als auch Zweibeiner den großen Komfort des Lifestyle-Franzosen sehr entspannt genießen konnten.

Bei allem Lifestyle und technologischer Innovation bietet der elegante Kombi wirklich viel Platz und Stauraum. Gemäß dem Motto: Große Klappe, viel dahinter – verfügt der RXH über eine Ladekapazität von 400 Liter (bei Beladung bis zur Oberkante der Rücksitze) bis zu 1360 Litern (wenn die teilbare Rücksitzlehne komplett umgeklappt wird).

 Die Peugeot HYbrid4-Fahrzeuge werden von zwei Motoren angetrieben, die elektronisch synchronisiert sind und einzeln sowie zusammen arbeiten können. Dabei ist der außerstädtische Verkehr die „Spielwiese“ des Verbrennungsmotors, während der Elektromotor geradezu prädestiniert ist für Stadtfahrten.

Beide Motoren können übrigens auch gleichzeitig für Vortrieb sorgen, was sich beim beherzten Tritt aufs Gaspedal deutlich bemerkbar macht. Außerdem wird der Elektromotor im Heck beim Gangwechsel zugeschaltet und überbrückt so die Zugkraftunterbrechung.

Über einen Drehschalter auf der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen vier Einstellungen wählen: „Auto“ für eine vollautomatische elektronische Regelung des Systems, insbesondere für den optimierten Wechsel von Verbrennungs- und Elektromodus und umgekehrt; „ZEV“ (Zero Emission Vehicle) für einen erweiterten Elektrobetrieb bis zum Tempo von 60 km/h – dadurch wird der RXH zum ökologischen Leisetreter.

Im „4WD-Modus“ arbeiten beide Motoren gleichzeitig; die Hinterachse wird vom Elektromotor angetrieben, die Vorderachse vom Verbrennungsmotor und „Sport“ steht für kürzere Schaltvorgänge bei höheren Drehzahlen.

Zusammen kommt man auf 200 PS (163 PS das 2.0 Liter-Dieselaggregat und die kurzzeitige Spitzenleistung des Elektromotors mit 37 PS). Kombiniert verfügt der RXH über 450 Nm Drehmoment, läuft laut Hersteller 213 km/h und verbraucht dabei durchschnittlich 4,1 Liter.

Nun weiß man ja, dass gerade die Verbrauchszahlen mit Vorsicht zu genießen sind – so auch im Praxistest. Denn trotz sehr diszipliniert eingesetzten Gasfußes lagen wir locker zwei bis zweieinhalb Liter drüber…

Hoch gelobt wird der Wagen von seinen Erbauern auch in punkto Automatik-Schaltung und niedriges Geräusch. Hierzu muss angemerkt werden, dass die Gangwechsel der Automatik des gefahrenen Modells leider nicht so sanft waren wie vom Hersteller beschworen – so erinnerte der Fahrer sehr häufig an einen Wackeldackel hinterm Lenkrad.

Außerdem waren die Fahrgeräusche des RXH auch nicht so leise wie erwartet –  im Gegenteil: Selbst bei Tempo 130 war der Wagen ziemlich laut.

Auf den Punkt gebracht: Der RXH ist eine wirklich gelungene und formschöne Alternative im Bereich der Hybrid-Fahrzeuge. Und wenn die Entwickler dann noch eine Verbesserung der Automatik und der Fahrgeräusche hinbekommen, ist der Lifestyle-Kombi einfach perfekt!

 

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