Öffentlichkeitsfahndung bringt Erfolg Brutaler Wiesn-Schläger nach drei Monaten geschnappt

Dank der Überwachungsaufnahmen aus der Tram konnten Bekannte den Täter identifizieren. Foto: Polizei

Mehr als drei Monate nach der Tat konnte die Münchner Polizei jetzt einen brutalen Schläger festnehmen. Er hatte sein willkürlich gewähltes Opfer nach der Wiesn krankenhausreif geschlagen.

 

München – Am 23. September 2015, das Oktoberfest war gerade mal vier Tage alt, pöbelte der zunächst unbekannte Mann um kurz vor Mitternacht in der Tram-Linie 23 einen 25-jährigen Studenten an.

Beide Männer verließen die Trambahn schließlich an der Haltestelle Anni-Albers-Straße. Dort schlug der Unbekannte dem Studenten grundlos und ohne Vorwarnung mit der Faust ins Gesicht, sodass dieser mit dem Hinterkopf auf dem Asphalt stürzte und dort benommen liegen blieb.

Als er versuchte wieder aufzustehen, beugte sich der Täter zu seinem Opfer hinunter und schlug ihm noch mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Dann flüchtete er mit seiner Begleiterin.

Der Student wurde mit dem Rettungswagen auf die Intensivstation eines Krankenhauses eingeliefert, wo er wegen der erlittenen schweren Verletzungen behandelt werden musste. Unter anderem wegen einer erlittenen Gehirnblutung musste der junge Mann mehrere Tage auf der Intensivstation verbringen.

Da die Polizei den Schläger trotz intensiver Ermittlungen auch Wochen nach der Tat noch nicht identifizieren konnte, entschied sie sich schließlich Anfang Dezember, den Mann öffentlich zur Fahndung auszuschreiben. Man verbreitete Bilder der Überwachungskamera der Trambahn, die den Mann in auffälliger Tracht und mit Hitlerbärtchen zeigten.

Aufgrund dieser Öffentlichkeitsfahndung konnte nach Hinweisen aus der Bevölkerung schließlich doch noch ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Es handelt sich um einen 40-jährigen Deutschen aus dem Landkreis Bad Tölz.

Die Ermittler erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Tatverdächtigen und fanden dort dann tatsächlich auch die zur Tatzeit getragene und auf der Überwachungskamera zu erkennende Tracht vor.

Mit den Tatvorwürfen konfrontiert, räumte der 40-Jährige seine Tatbeteiligung ein und machte ein umfangreiches Geständnis.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

 

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