Obersendling Studenten statt Geschäftsleute?

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Das Holiday Inn der Kistlerhofstraße beherbergt vor allem Geschäftsreisende. Foto: ho

Könnten aus den 320 Hotelzimmern des Holiday Inn in der Kistlerhofstraße Studentenwohnungen werden? Die AZ hat beim Hotel-Direktor nachgefragt

 

Obersendling - Ein Teich mit Seerosen hinter dem Haus, einen Terrasse mit Biergarten-Atmosphäre und Restaurant-Essen statt Mensa-Fraß: Welcher Student würde sich ein solches Leben nicht wünschen? Im Bezirksausschuss 19, der auch für Obersendling zuständig ist, wurde jetzt eine Bauvoranfrage behandelt, die das möglich machen könnte. Es geht um das Hotel „Holiday Inn“ in der Kistlerhofstraße.

Da wurde im Bezirksausschuss vorsichtig vorgefühlt, ob sich der BA 19 vorstellen könnte, dass aus den Hotelzimmern Studentenwohnungen oder Kleinwohnungen werden. 320 Zimmer hat das Hotel und liegt nur wenige Meter von der U-Bahnhaltestelle Machtlfinger Straße. Holiday Inn ist nur der Franchise Unternehmer und der hat einen Vertrag, der noch bis Ende 2016 läuft. Die Eigentümer sind fast so viele wie es Zimmer hat: Im Schnitt zwei Zimmer gehören einem Eigentümer, einer hat sogar zehn, manche nur ein Zimmer. Weil das Hotel gut läuft, wirft das auch für die vielen Eigentümer gutes Geld ab. „Jetzt hat sich wohl einer Gedanken gemacht, wie er möglichst kostengünstig weiter Geld mit seinen ein, zwei Zimmern verdient und deshalb die Bauvoranfrage an den Bezirksausschuss gestellt“, sagt Hoteldirektor Eric Müller.

Er geht fest davon aus, dass der Vertrag verlängert wird. Dann aber müssten die Eigentümer Geld in die Hand nehmen, denn die Fassade schaut ein wenig nach den 90er Jahren aus und die Klimaanlage muss erneuert werden. „Zum Wohnen ist das Gebäude nicht gedacht, es gibt keine Anschlüsse für eine Küche in den Zimmern“, sagt Müller. Zumal das Hotel gut läuft, 60 Prozent sind Geschäftskunden, auch die vielen großen Messen in München lasten das Holiday Inn aus. Im Bezirksausschuss ist die Bauvoranfrage schnell durch: Studentenwohnungen könne man sich vorstellen, den kleinen Wohnungen steht man eher kritisch gegenüber. Aber glaubt man Eric Müller, werden auch nach 2016 Geschäftsleute am Seerosen-Teich sitzen und keine Studenten.

 

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