Obersendling Mordnacht in Sendling: Hier sucht die Polizei nach Spuren

Zwei Tage nach dem grausamen Mord in Sendling läuft die Fahndung der Polizei auf Hochtouren. Foto: Daniel von Loeper

Auch wenn die Aggressivität des Mordes am Freitagabend in Sendling auf eine Beziehungstat schließen lasse, hat die Polizei noch keinen Tatverdächtigen.

 

München - Nach dem Mord an einer 31-jährigen Verlagsangestellten in München hat die Polizei noch keine heiße Spur.

Die Aggression, mit der der Täter am Freitagabend auf die Frau im Flur ihres Wohnhauses einstach, spreche zwar für eine Beziehungstat, sagte ein Polizeisprecher am Montag in München. Der Lebensgefährte, der sich in der gemeinsamen Wohnung im achten Stock befand, komme als Täter aus zeitlichen Gründen vermutlich aber nicht infrage. Ein Raub oder ein Sexualdelikt könnten ebenfalls ausgeschlossen werden.

Es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte der Sprecher.

Befragt werden sollen unter anderen Ex-Freunde der Toten, ihre Familie im sächsischen Bautzen und Mitglieder des Fitnessstudios der Frau. Zudem werde der Hausmüll durchsucht.

Die Polizei hofft, dort den Griff des Messers zu finden, mit dem die Frau getötet wurde. Die Klinge war bei der Tat abgebrochen und am Tatort gefunden worden.

Ausgewertet wird außerdem die Überwachungskamera des U-Bahnhofs Aidenbachstraße, wo die Frau auf dem Heimweg ausgestiegen war.

Die 31-Jährige war am Freitagabend im Eingang des Mehrfamilienhauses in Obersendling mit 18 Messerstichen getötet worden, als sie aus dem Fitnesstudio nach Hause gekommen war. Ob der Täter der Frau vor der Haustür oder im Flur auflauerte, war am Montag weiter unklar. 

 

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