NSU-Prozess Zschäpe: Das Schweigen der Mutter

Die Mutter der Hauptangeklagten im NSU Prozess, Annerose Zschäpe, hat die Aussage verweigert. Foto: dpa

Beate Zschäpes Mutter verweigert die Aussage. Sie war als Zeugin geladen und sollte heute vor Gericht ihre Aussage machen. Aber sie verweigerte sie: Annerose Zschäpe.

 

München - Im NSU-Prozess hat die Mutter der Hauptangeklagten Beate Zschäpe die Aussage verweigert. Die 61-Jährige berief sich am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht München auf das Zeugnisverweigerungsrecht, das ihr als Mutter zusteht.

Annerose Zschäpe erschien in Begleitung eines Anwalts vor Gericht. Soweit von der Pressetribüne zu sehen war, schaute sie ihre Tochter nicht an. Beate Zschäpe hatte sich auf ihrem Stuhl weit nach hinten gelehnt und starrte auf ihren Computer. Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter gilt als schwierig, in Vernehmungsprotokollen ist von einem Zerwürfnis die Rede.

Die Bindung Beate Zschäpes zu ihrer Großmutter ist enger, die Hauptangeklagte hatte sich selbst als „Omakind“ bezeichnet.

Zschäpes Mutter widersprach auch der Verwertung ihrer Aussage bei der Polizei im Ermittlungsverfahren. Damit darf das, was sie Ermittlern des Bundeskriminalamts im November 2011 gesagt hatte, nicht im Prozess verwendet werden.

 

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