Notfall Mann mit Messer: Polizei sperrt Parkhaus ab

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Die Feuerwehr und die Polizei sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Foto: jam

Polizei-Einsatz am Parkhaus in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die Beamten haben das Gebäude abgeriegelt.

 

Maxvorstadt - Rotes Absperrband, Polizisten und Feuerwehrautos: Die Marsstraße zwischen der Seidlstraße und der Dachauer Straße war gestern von 10.08 bis 11.20 Uhr dicht. Ein verzweifelter Mann drohte vom Parkhaus zu springen.

„Er hat sich immer wieder ein Messer an den Hals gehalten und geschrien“, sagt Maximilian Graf, der dort einen Feinkostladen hat. Der Mann (37) wollte einen Reisepass, um zu seiner Familie in die Türkei fliegen zu können. Er ist aus Syrien und spricht kein Deutsch.

Es ist nicht derselbe Asylbewerber, der schon drohte, vom Kran zu springen“, sagt ein Polizeisprecher. Die Feuerwehr hatte schon Luftkissen aufgepumpt, alle waren auf das Schlimmste gefasst. Passanten, die dringende Erledigungen wie Zahnarzttermine hatten, wurden von Polizisten in die Straße begleitet. Ins Parkhaus durfte niemand. Nur ein Dolmetscher und Psychologen gingen zu dem Mann aufs Dach und sprachen aus der Ferne mit ihm.

Nach zwei Stunden gab der Mann auf und wurde von Polizisten aufs Revier begleitet.Noteinsatz in der Marsstraße. Der Abschnitt zwischen Dachauerstraße und Seidlstraße war am Dienstagmorgen komplett gesperrt.


 

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