Noch-Schalker in München Goretzka: Gerne noch zweimal gegen FC Bayern

Natürlich werden am Samstag viele Augen und alle TV-Kameras auf Schalkes Bayern-Überläufer Leon Goretzka gerichtet sein. Foto: firo/Augenklick

Am Samstagabend spielt Nationalspieler Leon Goretzka mit dem FC Schalke 04 bei seinem künftigen Verein FC Bayern. Der 23-Jährige versucht, entspannt zu bleiben.

Gelsenkirchen - Von den eigenen Fans wurde Leon Goretzka nach Bekanntgabe seines Wechsels im Sommer zum FC Bayern teilweise ausgepfiffen und beschimpft, vom Klubchef Clemens Tönnies infrage gestellt.

Wenn Bayern-Stadionsprecher Stephan Lehmann am Samstagabend (18:30 Uhr live bei Sky und im AZ-Liveticker) vor dem Bundesliga-Topspiel zwischen dem souveränen Tabellenführer und dem Champions-League-Anwärter die Aufstellung der Gäste verlesen wird, darf sich Goretzka bei der Nennung seines Namens in seiner künftigen Heimat aber wohl auf einen freundlichen Empfang einstellen.

Goretzka vor Trip in eine "andere Welt"

"Die ganze Situation wird natürlich jetzt nochmal ein bisschen aufkochen, aber beim letzten Mal hat die Mannschaft es ganz gut geschafft, das von sich wegzuhalten und ich habe das auch hinbekommen. Ich glaube, dass es nach dem Spiel relativ schnell wieder abebbt", sagte der 23-Jährige.

Der Mittelfeldspieler wechselt im Sommer ablösefrei an die Isar, wo er einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat. Bayerns aktueller Trainer Jupp Heynckes warnte Goretzka, den er als "sehr reif für sein Alter" lobte, am Freitag schon einmal vor: "Er muss das Anspruchsniveau kennenlernen. Es ist eine andere Welt, auch Leon Goretzka wird das zu spüren bekommen." Hier gibt's die Heynckes-PK im Liveticker zum Nachlesen!

Goretzka träumt vom Triumph im DFB-Pokal

Bevor es soweit ist, möchte Goretzka mit den Königsblauen noch ins Finale des DFB-Pokals einziehen und am liebsten den Titel gewinnen. "Das wäre für mich ein überragender Abschied, wenn wir das schaffen würden, nach Berlin zu reisen. Das ist auch ein Stück weit unser Ziel, mein Ziel, die Mannschaft nochmal dahin zu führen", sagte Goretzka nach dem 1:0 der Königsblauen im Viertelfinale gegen den VfL Wolfsburg.

Der Confed-Cup-Sieger könnte bereits im Halbfinale wieder auf seinen künftigen Arbeitgeber treffen. Das spielt für ihn aber offenbar keine Rolle. "Jetzt sind es noch einmal 90 oder 120 Minuten. Wir wollen diesem Verein, den Fans, der Mannschaft ermöglichen, diese Reise nach Berlin anzutreten", sagte Goretzka: "Dafür werden wir alles geben, egal gegen welchen Gegner."

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