Noch fehlt jede Spur Speichermedien nach Flugunglück in Karlsruhe gefunden - aber keine Blackbox

Feuerwehrleute sichern die Unfallstelle bei Philippsburg ab. Foto: Rene Priebe/dpa

Auch drei Tage nach dem Flugzeugunglück in Karlsruhe, bei dem auch zwei Männer aus Bayern ums Leben gekommen sind, fehlt von der gesuchten Backbox noch jede Spur. Sie soll Aufschluss über die Ursache des Zusammenstoßes geben.

 

Oberhausen-Rheinhausen - Bei den Bergungsarbeiten nach dem Flugunglück im Kreis Karlsruhe ist ein Aufzeichnungsgerät für Flugdaten gefunden worden. Die Speichermedien werden nun ausgewertet, wie ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung am Donnerstag sagte. Dabei handele es sich aber ganz eindeutig nicht um einen Flugdatenschreiber. Die in größeren Maschinen verbaute sogenannte Blackbox hat ein stabiles Gehäuse und hilft bei Unfällen, die Ursache zu rekonstruieren.

Gefundene Speichermedien sind womöglich unbrauchbar

Am Dienstag waren ein Sportflugzeug und ein Rettungshubschrauber bei Karlsruhe in der Luft zusammengestoßen. Vier Menschen starben.

Die jetzt gefundenen Speichersticks seien teilweise verbrannt. Daher sei es unklar, ob überhaupt Daten darauf zu finden seien. Derartige Speichermedien zeichnen je nach Typ unterschiedliche Flugdaten auf - etwa GPS-Koordinaten oder Windgeschwindigkeiten. Welche Daten das Gerät gespeichert hat, sei aber nicht klar. Eine Auswertung möglicher Daten sei nur ein Puzzleteil bei der Suche nach der Unfallursache, so der Sprecher.

 

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