Night Magic "Eine stolze und glückliche Mama"

Night Magic mit Nachwuchs. Foto: Privat

Einst Vorzeige-Galopper in Riem, hat Night Magic nun ein Fohlen zur Welt gebracht

MÜNCHEN Noch etwas wackelig steht der kleine Hengst im Schnee, wenige Tage ist er alt. Er sucht die Nähe seiner stolzen Mama, gegen die eisige Kälte hat er eine Weste verpasst bekommen. Die niedlichen Fotos von dem Fohlen und der Schimmelstute haben vergangene Woche ihren 9000 Kilometer langen Weg von Japan nach Riem gefunden – und dort für strahlende Gesichter gesorgt.

Denn beim Mutterpferd handelt es sich um Night Magic, dem erfolgreichsten Rennpferd in der jüngeren Münchner Galopp-Historie. „Das war ein toller Tag, als wir die frohe Nachricht bekamen”, sagt Galopptrainer Wolfgang Figge. „Ich sehe ihr an, dass sie eine sehr glückliche und stolze Mama ist.” Am 23. Februar brachte sie ihren Erstling zur Welt.


Vier Jahre lang stand Night Magic, die noch heute eine eigene Homepage und über 600 Facebook-Fans hat, im Rennstall des 66-Jährigen: „Ich habe es damals schon gesagt und ich bleibe dabei: So ein Pferd hat man nur einmal im Leben.” Galopper des Jahres 2009, Preis der Diana, Großer Preis von Baden-Baden – die Stute war der ganze Stolz der Galopprennbahn München-Riem. Ihr Gesamt-Preisgeld betrug rund 775 000 Euro, beim Verkauf im September 2011 an den japanischen Züchter Katsumi Yoshida gingen noch einmal etwa 900 000 Euro an ihren damaligen Besitzer.

Der heißt Hans Gerd Wernicke, und seine Night-Magic-Liebe ist tief und ehrlich. Nur schweren Herzens trennte er sich von ihr, „in meinem Alter hätte es ja keinen Sinn gemacht, in die Zucht einzusteigen”, sagt der 82-Jährige, „sie war immer mein Mittelpunkt im Stall”. Bei ihrem Abschied kullerten Tränen. Die Geburtsnachricht habe ihn dementsprechend „wahnsinnig glücklich gemacht. Sie sieht wunderschön und gesund aus, das erfüllt mich mit großer Freude”, sagt Wernicke.


Der kleine Hengst hat noch keinen Namen, sein Vater ist Japans populärer Zuchthengst Deep Impact. „Der Kleine sieht prächtig aus, ganz lange Beine hat er” – ganz die Mutter eben.

 

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