Nigeria mit deutschem Trainer qualifiziert Trotz Sieg in WM-Quali: Holland braucht ein Fußball-Wunder

Trotz des Sieges wird das Team um Arjen Robben die Fußball-WM 2018 in Russland wohl verpassen. Foto: imago/VI Images

Gernot Rohr betritt im nächsten Jahr im Alter von 65 Jahren wohl noch die WM-Bühne. Der deutsche Coach qualifiziert sich mit Nigeria nach für die Endrunde. Auch Michael Skibbe könnte es mit Griechenland zur WM schaffen. Für die Niederlande besteht kaum mehr Hoffnung.

 

Berlin - Der deutsche Coach Gernot Rohr fährt mit Nigeria zur Fußball-WM, auch Michael Skibbe darf auf ein Ticket für Russland hoffen - für die Niederlande besteht dagegen kaum mehr Hoffnung. Trotz des 3:1 (1:0) in Weißrussland müsste Oranje im letzten Gruppenspiel gegen Schweden einen Sieg mit sieben Toren Differenz erzielen, um überhaupt noch in die Playoffs zu kommen.

Vor dem abschließenden Spieltag liegt Oranje vier Punkte hinter Spitzenreiter Frankreich, der in Bulgarien 1:0 (1:0) gewann. Der Tabellenzweite Schweden, der beim 8:0 (3:0) gegen Luxemburg den höchsten Länderspiel-Sieg seit 1954 feierte, ist drei Punkte voraus.

Für Rohr und Nigeria hat das Rechnen indes ein Ende. Die "Super Eagles" siegten am Samstag 1:0 (0:0) gegen Sambia und entschieden damit die Qualifikationsgruppe B in Afrika vorzeitig für sich. Für Nigeria ist es die sechste WM-Teilnahme der Verbandsgeschichte. Alex Iwobi vom FC Arsenal erzielte in der 73. Minute den entscheidenden Treffer für die Nigerianer, die mit 13 Punkte klar vor Sambia liegen.

Ronaldo und Portugal müssen weiter zittern

Auf Rohrs deutschen Kollegen Skibbe wartet dagegen mit den Griechen noch einiges an Arbeit. Der Europameister von 2004 siegte aber immerhin auf Zypern 2:1 (2:1) und schob sich damit in Gruppe H auf den zweiten Platz. Die Griechen profitierten dabei vom 3:4 (2:1) Bosniens gegen die bereits als Gruppensieger feststehenden Belgier. Griechenland kann am Dienstag mit einem Sieg gegen den krassen Außenseiter Gibraltar die Playoffs erreichen. Dann ginge es für die Skibbe-Elf im November in zwei Ausscheidungsspielen um die WM-Teilnahme.

Spannend bleibt es in Gruppe B. Dabei bewahrte Weltfußballer Cristiano Ronaldo seine Portugiesen vor einer Blamage und bescherte dem Europameister ein Endspiel um den Gruppensieg gegen die Schweiz. Der Superstar von Real Madrid erzielte das so wichtige Führungstor zum dürftigen 2:0 (0:0) beim krassen Außenseiter Andorra. André Silva machte schließlich alles klar (86.) Portugal liegt weiter drei Zähler hinter Tabellenführer Schweiz, der beim 5:2 (3:0) seinen neunten Sieg im neunten Spiel holte.

Portugal wäre allerdings mit einem Sieg im Heimspiel am Dienstag für die WM qualifiziert, weil das Ronaldo-Team die bessere Tordifferenz aufweist. Das Hinspiel hatte die Schweiz 2:0 gewonnen. Gegen die von Bernd Storck trainierten Ungarn hatten die Eidgenossen keine Probleme, unter anderem traf der Hoffenheimer Steven Zuber zweimal.

 

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