Niederlage gegen SV Zug Dem EHC München droht die Euro-Endstation

, aktualisiert am 07.11.2018 - 19:46 Uhr
Hart gekämpft, knapp verloren: Der EHC Red Bull mit Torwart Danny aus den Birken kommt gegen Zug unter die Räder. Foto: gepa pictures

Nach der Niederlage im Hinspiel gegen den EV Zug droht dem EHC Red Bull München das Aus in der Champions League.

München - So ein bisschen Playoff-Luft wehte am Dienstagabend schon durch das Olympia-Eisstadion. Klar, die Kulisse von nur 2290 Zuschauern war nicht gerade endrunden-würdig, doch das Geschehen auf dem Eis hatte alle Zutaten eines guten K.o.-Spiels: Tempo, bissige Zweikämpfe, Härte, Aggressivität und jede Menge Emotionen.

EHC München: Gegentor kurz vor Schluss

Am Ende unterlag der EHC Red Bull München im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League dem Schweizer Vertreter EV Zug durch ein Tor zwei Minuten vor dem Ende 2:3, das knappe Ergebnis lässt aber im Rückspiel in zwei Wochen noch Chancen auf den erstmaligen Viertelfinaleinzug. Ein Sieg ist dann freilich Pflicht. Der EHC unter Zug-Zwang.

"Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft", meinte EHC-Trainer Don Jackson, "Zug hat stark begonnen, ab dem zweiten Drittel haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht." Mit viel Willen glichen die Red Bulls im Mittelabschnitt nach einem 0:2-Rückstand zum 2:2 aus, Justin Shugg (30. Minute) und John Mitchell (33.) trafen – letzterer, als der EHC gerade eine 3-gegen-5-Unterzahl überstanden hatte.

John Mitchell: "Fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen"

Zwischendurch tobte das Publikum, weil die Strafenverteilung nicht immer ausgewogen schien. "Einige Schiedsrichter-Entscheidungen gegen uns waren fragwürdig, du willst es eigentlich vermeiden, so viel in Unterzahl zu spielen", sagte Torschütze Mitchell nach dem Spiel. "Es war wie ein Playoff-Spiel. Diese Intensität macht Spaß."

Mit dem Spiel gegen Zug verabschiedete sich der EHC in die erste kleine Pause der Saison, am Wochenende ist wegen des Deutschland Cups der Nationalmannschaft (siehe unten) spielfrei. Nach einem holprigen Saisonstart mit heftigen Niederlagen in Iserlohn (3:8) und Bremerhaven (2:6) kann der EHC mit dem Auftakt zufrieden sein.

Zuletzt gelangen sieben Siege in Folge, in den vergangenen fünf Spielen gab es nur drei Gegentore. Vor den wahren, den DEL-Playoffs, mit ihrem rauen Wind braucht der momentane Tabellenzweite keine Angst zu haben.

 

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