Niederlage gegen Bielefeld Abstiegskampf: Arminia zieht die Löwen runter

, aktualisiert am 03.02.2017 - 21:42 Uhr
Zwei Gegentreffer müssen die Löwen gegen Bielefeld hinnehmen. Foto: dpa

Der TSV 1860 verliert mit vier Neulöwen in der Startelf trotz der Torpremiere von Gytkjaer mit 1:2 bei Abstiegskandidat Arminia Bielefeld. „Wir müssen einfach mutiger sein“, fordert Adlung.

 

Bielefeld - Der dänische Torschützenkönig kann’s auch in der zweiten Bundesliga. Nur 13 Minuten brauchte der neue 1860-Sexbomber Christian Gytkjaer für seinen Premierentreffer – das Duell der Torjäger gegen Fabian Klos verlor er aber genauso wie enttäuschende Löwen auf der Alm.

Mit 1:2 (1:2) verlor der TSV 1860 am Freitagabend seinen ersten Auswärts-Auftritt der Rückrunde bei Arminia Bielefeld. Der Löwen-Lustkiller. Klos sorgte per Doppelpack (11., 38.) quasi im Alleingang für den Heimdreier des vormaligen Vorletzten, Gytkjaers Ausgleich (13.) war zu wenig. Damit erlitt der neue Cheftrainer Vitor Pereira nach dem 2:1-Heimsieg zum Rückrundenauftakt gegen Fürth seine Premieren-Pleite, die sechste der Sechzger in Folge auf fremdem Platz! Nix mit der Überholspur aus dem Keller.

„Wir haben zum ersten Mal in dieser Konstellation zusammengespielt. Dass da noch nicht alles passen kann, ist doch klar“, urteilte Daniel Adlung anschließend und kritisierte: „Wir müssen einfach mutiger sein.“

Pereira, der den zurückgetretenen Kapitän Stefan Aigner aus dem Kader strich, vor Anpfiff aber keine Stellungnahme dazu abgeben wollte („Jetzt ist wichtiger über das Spiel zu sprechen, sonst brauchen wir hier nicht stehen“), musste kurzfristig auch den verletzten Levent Aycicek ersetzen.

Anfangsphase verpennt

Und so durften sämtliche verfügbare Neulöwen (Frank Boya steht mit Kamerun im Finale des Afrika Cups, d.Red.) von Beginn an auflaufen: Verteidiger Abdoulaye Ba gab im 3-4-3-System den Abwehrchef, Lumor (linkes Mittelfeld) und Amilton (rechter Außenstürmer) agierten auf den Flügeln und Gytkjaer stürmte im Zentrum.

Die Anfangsphase verpennten die von Ersatzkapitän Daniel Adlung aufs Feld geführten Sechzger dennoch: Bielefeld machte Dampf und drängte Sechzig in die Defensive.

Folgerichtig der Führungstreffer: Eine Kopfballabwehr von Youngster Felix Uduokhai landete direkt vor den Füßen von DSC-Torjäger Klos, der vor dem herangrätschenden Ba trocken abschloss. Der frühe Schock für die Löwen - doch er hielt nur zwei Minuten: Dann streichelte der neue Knipser Gytkjaer den Ball nach tollem Amilton-Solo mit ganz viel Gefühl in die rechte Ecke - 1:1!

Ein paar hoffnungsvolle Ansätze zeigten die Sechzger danach, mehr als ein Ba-Kopfball über den Kasten (23.) und ein Schuss von Amilton in die Arme von Bielefelds Torhüter Wolfgang Hesl sprangen dabei aber nicht heraus (27.). Klos zielte da schon besser, vollstrecke aus dem Getümmel heraus eiskalt – und 1860 ging mit einem Rückstand in die Kabine.

Im zweiten Durchgang vertraute Pereira zunächst auf dieselbe Elf, die zwar ein optisches Übergewicht erspielte, aber keine Chancen. Tom Schütz hätte vielmehr alles klarmachen können, zielte knapp daneben (68.).

Und Sechzig? Startete mit den Jokern Michael Liendl, Daylon Claasen und Lucas Ribamar eine Drangphase, scheiterte aber an der umständlichen Spielweise und bei unzähligen Flanken an Hesls Fäusten. Nach einem Ribamar-Kopfbällchen war der Rückschlag besiegelt.

Adlungs Fazit: „Wir hatten Spielkontrolle, aber der letzter Pass hat gefehlt. Deshalb haben wir leider verloren.“ Und nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16. M. Eicher

 
 

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