Niederländischer Dreifachsieg Pechstein über 3.000 Meter Olympia-Neunte

Am kommenden Freitag gilt die fünfmalige Olympiasiegerin über 5.000 Meter als Medaillenkandidatin. Foto: Peter Kneffel/dpa

Mit ihrem Start über die 3.000 Meter hat Eisschnellläuferin Claudia Pechstein einige Olympia-Rekorde in Pyeongchang gebrochen. Eine Medaille war ohnehin nicht eingeplant und soll über ihre Paradestrecke über 5.000 Meter folgen.

 

Pyeongchang - Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein ist in ihrem olympischen Rekordrennen wie erwartet ohne Medaille geblieben.

Zum Auftakt der Eisschnelllauf-Wettbewerbe in Pyeongchang wurde die 45-Jährige am Samstag über 3.000 Meter Neunte und verpasste damit auch ihre persönliche Zielvorgabe mit einem Platz unter den ersten Acht knapp. Die Niederländerinnen feierten einen Dreifach-Erfolg: Gold ging etwas überraschend an Carlijn Achtereekte. Ireen Wüst, die schon 2006 und 2014 über die Strecke triumphiert hatte, holte Silber. Antoinette de Jong sicherte sich Bronze.

Warmlaufen für die 5.000 Meter

Pechstein hatte den Wettbewerb in erster Linie zum Aufwärmen für das Rennen über ihre 5.000-Meter-Paradestrecke am Freitag genutzt. Trotz Platz neun stellte sie schon mit ihrem Start drei olympische Bestmarken auf: Als erste Athletin nimmt sie zum siebten Mal an Olympischen Winterspielen teil. Noch nie lief eine Eisschnellläuferin 16 olympische Einzelrennen. Zudem ist sie mit 45 Jahren die älteste Wintersportlerin, die bislang an einem olympischen Wettbewerb teilgenommen hat.

Die neunmalige olympische Medaillen-Gewinnerin trat in ihrem Lauf gegen Mitfavoritin Ivanie Blondin an, die bei der Generalprobe in Erfurt das letzte Weltcuprennen vor Olympia gewonnen hatte. In 4:04,49 Minuten war Pechstein 0,35 Sekunden langsamer als die Kanadierin. Blondin wurde am Ende Sechste.

Roxanne Dufter aus Inzell belegte bei ihrer Olympia-Premiere in enttäuschenden 4:16,87 Minuten nur den 23. und vorletzten Platz. Die Niederländerinnen machten aus dem Rennen indes eine Oranje-Show. Achtereekte musste früh starten und legte 3:59,21 Minuten vor.

Die viermalige Olympiasiegerin Wüst lag in ihrem Lauf lange auf Bestzeitkurs, doch in den letzten Runden fehlte ihr die Kraft. Zum Schluss war sie acht Hundertstelsekunden langsamer. De Jong machte den totalen Oranje-Triumph perfekt.

 

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