"Nicht zwei Sturköpfe" FC Bayern: Klose stellt klar, wie das mit Salihamidzic wirklich war

Vom DFB-Rekordtorjäger zum Nachwuchstrainer: Miroslav Klose beim FC Bayern. Foto: Matthias Balk/dpa

Miroslav Klose weigert sich zuletzt, einen von Hasan Salihamidzic angebotenen Job anzunehmen. Jetzt äußert sich der Nachwuchstrainer des FC Bayern zum angeblichen Machtkampf mit dem Sportdirektor.

 

München - Weltmeister Miroslav Klose hat sich in einem Interview mit dem "kicker" zu seinem Verhältnis zu Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic geäußert. Zuletzt hatte sich der DFB-Rekordtorjäger geweigert, als Jugendcoach von der U17 in die U19 des Rekordmeisters aufzurücken.

Salihamidzic wollte Klose bei der U19

"Wir brauchen ihn auf dieser Position in unserem Ausbildungssystem", hatte Salihamidzic gesagt. Doch der einstige Stürmer lehnte ab. "Keine Ahnung, ob er enttäuscht war", sagte der 41-Jährige dann auf der Premiere der Film-Dokumentation "KROOS" in München über Salihamidzic, "letztendlich hat er es dann auch verstanden".

Klose entschied sich gegen Salihamidzic-Angebot

Einen regelrechten Machtkampf um die Entscheidung verneinte der Ex-Nationalspieler dagegen entschieden. "Völliger Quatsch. Auch wenn es so in der Öffentlichkeit hingestellt wurde", meinte Klose im Gespräch mit dem "kicker" und stellte klar. "Da trafen nicht zwei Sturköpfe aufeinander. Mir geht es allein um die Sache. Für mich wäre der Schritt zur U19 zu früh gekommen. Wenn ich etwas anpacke, muss ich zu 100 Prozent überzeugt sein, um die optimale Leistung zu bringen. Ich habe schon einen klaren Plan für meine Karriere."

Laut "kicker" hätte es gar einen Alternativplan gegeben, Klose als Stürmer-, Individual- und Co-Trainer bei der U19 zu integrieren. Klose darauf: "Ich kann jetzt doch nicht ins zweite Glied zurück. Ich bin nur froh, dass ich dieses Team weiter trainieren kann. Diese Lösung ist die beste für alle Seiten."

Miroslav Klose: "Vielleicht mache ich den Fußballlehrer"

Er müsse als Trainer noch viel lernen, erzählte der Ex-Bayern-Profi, manchmal sehe er zum Beispiel "Änderungen im Spiel zu spät, um noch schneller eingreifen zu können – etwa wenn es um die Abstände zwischen den Reihen geht". 

Er wolle aber auch "nicht möglichst schnell hochkommen wie viele vor mir", sondern es müsse ihn "einfach packen", erklärte und deutete an: "Vielleicht mache ich 2020 den Fußballlehrer."

 

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