Nicht genug Geld Haus der Kunst sagt Joan Jonas-Ausstellung ab

Das Haus der Kunst in München gilt über die Grenzen Deutschlands hinaus als eine der wichtigsten Ausstellungsstätten für Moderne Kunst. Der Architekt Paul L. Troost entwarf das Gebäude 1932. Foto: Sven Hoppe/dpa

Das Haus der Kunst kämpft weiter mit einer finanziellen Schieflage, in die es durch falsche Entscheidungen und Management-Fehler geraten war. Eine geplante Ausstellung des Video- und Performancekünstlers Joan Jonas musste nun wegen Geldmangels abgesagt werden.

München - Das Haus der Kunst in München hat eine für den Herbst geplante Ausstellung des Video- und Performancekünstlers Joan Jonas wegen Geldmangels abgesagt.

Aufgrund der schwierigen finanziellen Situation, die aus Managementfehlern der Vergangenheit resultiere, sehe man sich zu diesem Schritt gezwungen, teilte das Haus am Mittwoch in München mit. Alle Bemühungen, die Finanzierung in letzter Minute sicherzustellen, hätten nicht zum erwünschten Erfolg geführt.

Strikter Sparkurs am Haus der Kunst in München

Die Schau "Joan Jonas - A Pioneer of Video and Performance" ist noch bis zum 5. August in der Tate Modern in London zu sehen. Vom 9. November bis zum 3. März 2019 sollte sie dann Station in München machen. Das Werk des 1936 geborenen US-Amerikaners umfasst Videos, Zeichnungen, Projektionen oder Masken.

Das Haus der Kunst unter dem neuen kaufmännischen Geschäftsführer Bernhard Spies fährt momentan einen strikten Sparkurs, um sich finanziell wieder zu sanieren. Grund für die Schieflage waren unter anderem eine lückenhafte Dokumentation wichtiger Vorgänge sowie Fehlentscheidungen.

 

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