Neuzugang beim TSV 1860 Simon Lorenz greift an: Ein Bulle für die Löwen

Will sich einen Stammplatz erkämpfen: Löwen-Verteidiger Simon Lorenz. Foto: sampics/Augenklick

Neuzugang Simon Lorenz fordert beim TSV 1860 Felix Weber und Jan Mauersberger heraus. "Ich habe den Anspruch zu spielen", sagt der Defensivmann, den Julian Nagelsmann prägte.

München/Kössen - Erst 21 Jahre jung – und schon ein echtes Muskelpaket. "Er ist ein brutaler Athlet. Hoffenheim arbeitet stark an der Athletik. Das ist die Ralf-Rangnick-Schule, die er zu Red Bull Leipzig weitergetragen hat", sagte Sportchef Günther Gorenzel über jenen bulligen Mann, der am Mittwoch in der Lobby des Teamhotels "Sonneck" des TSV 1860 im österreichischen Trainingslager Platz nahm, um sich vorzustellen.

Gestatten - Simon Lorenz, neuer Innenverteidiger des TSV 1860. Kein Wunder, dass er gleich mal seine Muskeln spielen ließ. "Ich denke, hier ist keiner gesetzt", sagte der Leihspieler über seine Konkurrenten – Kapitän Felix Weber und dessen Stellvertreter Jan Mauersberger -, die im Regionalliga-Jahr Sechzigs Innenverteidiger-Pärchen waren: "Ich bin aggressiv im Zweikampf, stehe körperlich gut da, bin schnell. Ich hab den Anspruch, zu spielen."

Simon Lorenz bei 1860: "Will wieder durchstarten"

Angriffslustige Worte von Lorenz, der "unheimlich viel" von Hoffenheim-Coach und Ex-Löwe Julian Nagelsmann gelernt habe, "vor allem komplizierte Übungsformen, anspruchsvolle Dinge für den Kopf".

Zuletzt war er seit der Winterpause an Zweitligist VfL Bochum ausgeliehen. "Mit dem VfL war alles geklärt, dann habe ich mir vor meinem Wechsel im letzten Training bei Hoffenheim das Syndesmoseband gerissen und musste zwei Monate lang zuschauen und saß auch danach nur auf der Bank."

Lorenz' Plan bei Sechzig, seinen Aussagen zufolge ein "Top-Klub mit top Möglichkeiten", sieht so aus: "Ich will wieder durchstarten!" 

1860: Bangen um Koussou, Hoffen auf Helmbrecht

Nachdem die Löwen mit Lorenz die Kaderplanungen abgeschlossen haben, gibt's aus dem bisherigen Kader eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte? Nono Koussou hat Probleme mit den Adduktoren – Rückkehr ungewiss. "Bei Nono müssen wir eine längere Pause in Kauf nehmen. Er hat sich für den Aufstieg aufgeopfert, ist mit Schmerzen in den Urlaub gegangen und mit Schmerzen zum Trainingsauftakt gekommen." Nun müsse man verhindern, dass aus dem Reizzustand eine schlimmere Verletzung werde.

Und die gute? Nicholas Helmbrecht ist nach seinem Innenbandriss im Knie wieder im Training – und will angreifen. "Mein letztes Spiel war noch 2017. Ich will endlich wieder auf dem Platz stehen", so der schnelle Flügelflitzer. Derzeit läuft er mit Bändern unter dem Kniegelenk auf: "Die nehmen den Druck von der Patellasehne."

Mit Lorenz, einem von insgesamt zehn Neuzugängen, ist nun jede Position im Löwen-Kader doppelt besetzt. "Klar macht man sich da Gedanken", so Helmbrecht: "Wir sind jetzt viel breiter aufgestellt." (Hier geht's zum 1860-Newsblog aus Kössen)


Gut gelaunt: 1860-Präsident Robert Reisinger (links) und Vize Hans Sitzberger. Foto: sampics/Augenklick

1860: Reisinger und Sitzberger im Trainingslager

Übrigens: Den Konkurrenzkampf im Trainingslager begutachteten am Mittwoch Präsident Robert Reisinger und dessen Vize Hans Sitzberger. Sportchef Gorenzel sagte über gemeinsame Gespräche: "Ich habe eine einige Sachen, die mir in den letzten Wochen und Monaten aufgefallen sind, an das Präsidium weitergegeben. Ich finde es positiv, dass man sich mal intensiv austauscht und sich die Herren Zeit nehmen."

Auch über Probleme habe man gesprochen – aber nur begrenzt: "Wenn ich nicht zum Training hätte müssen, hätte es länger gedauert."

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