Neuzugänge beim TSV 1860 Von Mölders bis Beister: Der AZ-Check

Die neuen Löwen: Sascha Mölders, Levent Aycicek, Jan Mauersberger und Maximilian Beister. Foto: sampics/Rauchensteiner/Augenklick

Kulttrainer Karsten Wettberg analysiert die neuen Löwen. "Kreuzer hat äußerst gut gearbeitet".

 

München – Mission Klassenerhalt? „Ein kleines Fußballwunder“ nennt Kulttrainer Karsten Wettberg das Ziel des TSV 1860 – bei dem neben Goran Sukalo (siehe oben) auch Sascha Mölders, Jan Mauersberger, Maximilian Beister und Levent Aycicek mithelfen sollen. „Oliver Kreuzer hatte nicht viel Geld zur Verfügung, aber ein gutes Netz und damit äußerst gut gearbeitet“, beurteilt Wettberg die Arbeit des Löwen-Sportchefs. Für die AZ analysiert er die Neu-Löwen.

Sascha Mölders

Der 30-jährige Stürmer ist bis Saisonende vom FC Augsburg ausgeliehen. Die Sechzger sicherten sich eine Kaufoption – Mölders kann sich bei einem Ligaverbleib einen endgültigen Wechsel im Sommer vorstellen.

Von dem bulligen Stürmer „darf man keine Wunder erwarten“, so Wettberg, „aber er will was beweisen. Er ist unbändig motiviert.“ Trainer Benno Möhlmann plant eine Doppelspitze aus Mölders und Rubin Okotie. „Er geht immer dorthin, wo es weh tut. Er ist ein Typ, ein Führungsspieler.“ Und solche gebe es in dem jungen Kader sonst nur sehr wenige. Dass sich der Augsburger Publikumsliebling den Zweitliga-Abstiegskampf antut? „Ein glücklicher Umstand für 1860, dass er in Augsburg unglücklich war“, erklärt Wettberg.

Jan Mauersberger

Der Vertrag des 30-Jährigen wäre beim KSC im Sommer ausgelaufen. Für etwa 50 000 Euro verpflichteten die Löwen den Innenverteidiger, der in Karlsruhe nicht mehr erwünscht war. Im Test gegen Wacker Burghausen traf Mauersberger zwei Mal per Kopf. Wichtig für die Löwen, wie Wettberg glaubt: „Viele Spiele werden in der Zweiten Liga durch Standards entschieden. Er kann bei Standardsituationen vorne für Gefahr sorgen.“ Außerdem habe Mauersberger „eine unheimliche Erfahrung“. Mauersberger wird neben Kapitän Christopher Schindler in der Innenverteidigung auflaufen. „Hinten sind wir damit gut aufgestellt“, urteilt Wettberg.

Levent Aycicek

Der 21-Jährige wollte in dieser Saison als Spielmacher beim SV Werder Bremen den Durchbruch schaffen. Ohne einen einzigen Bundesliga-Einsatz in der Hinrunde wurde Aycicek bis Sommer an die Löwen verliehen. Hier soll er auf dem Flügel auflaufen. Bei seinem Debüt für die Löwen im Testspiel gegen Pandurii traf der quirlige Mittelfeldspieler, hinterließ in der Vorbereitung einen guten Eindruck. Mit Aycicek könnte eine bisherige Schwäche der Sechzger behoben werden, wie Wettberg erklärt: „Es hat bisher immer am Freispielen der Stürmer gelegen. Flanken sind wichtig, auch dass man in Eins-gegen-Eins-Situationen durchkommt.“ Lösungen, die Aycicek auf dem Flügel schaffen soll.

Maximilian Beister

Eigentlich wollten die Löwen Tom Weilandt aus Fürth verpflichten. Der Wechsel zerschlug sich aber in letzter Sekunde, als klar wurde, dass Weilandt mit einem Muskelbündelriss lange fehlen würde. Kreuzer ging auf Beister zu, zu dem es vorher bereits erste Kontakte gegeben hatte. Der Flügelspieler wird vom FSV Mainz 05 bis Saisonende ausgeliehen. „Beister hat beim HSV und vorher in Düsseldorf eine Riesen-Saison gespielt“, sagt Wettberg. Nach einem Kreuzbandriss und Meniskusschaden kam der 25-Jährige beim HSV nicht mehr auf die Beine, in Mainz stand Beister in der Hinrunde nur drei Mal im Kader. Sechzig könne er nun aber „mit seiner Schnelligkeit und aggressiven Spielweise“ weiterhelfen. Wettberg betont: „Alleine seine Verpflichtung zeigt, dass Oliver Kreuzer für Riesengeschäfte ein tolles Netzwerk hat. Sonst könnte man einen solchen Transfer nicht machen.“

 

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