Neues Wiesn-Konzept in Arbeit Bierpreisbremse und Platzmiete: Entscheidung im Mai

Wiesn abgeriegelt - wer soll die höheren Sicherheitskosten zahlen? Foto: dpa

Bringt Seppi Schmid seine geplante Wiesn-Reform durch? Die Antwort könnte es bereits Anfang Mai geben.

 

München - Der Wiesn-Chef hat sich nicht nur Freunde gemacht mit seinen Reformplänen. Gedeckelte Bierpreise, erhöhte Platzmiete für die Wirte, nicht nur im Rathaus regt sich Widerstand. Der Wirtschaftsausschuss der Stadt entscheidet wahrscheinlich am 9. Mai über das konkrete Konzept, das derzeit erarbeitet werde, wie ein Sprecher sagte.

Was ist geplant?

Schmid will für die nächsten drei Jahre Bierpreiserhöhungen auf der Wiesn verbieten. Bis einschließlich 2019 soll die Maß nach ersten Überlegungen Schmids höchstens 10,70 Euro kosten dürfen, der Maximalpreis des vergangenen Jahres. Damit läuft der Vorschlag praktisch zumindest für einige Zelte auf Nullrunden hinaus.

Zugleich will der Wiesn-Chef von den Wirten statt rund 3,5 Millionen künftig etwa 8,5 Millionen Euro Platzmiete kassieren. Die Standgebühr für die Bierzelte will Schmid dazu durch eine Umsatzpacht ersetzen. Die Rede war von etwa fünf Prozent. Die Details werden noch durchgerechnet. Die Wirte hatten bereits gegen die Pläne protestiert.

Höhere Sicherheitsvorkehrungen wegen der Terrorsorgen hatten die Kosten für die Wiesn im vergangenen Jahr um einen mittleren einstelligen Millionenbereich nach oben getrieben. Erstmals wurde rundum mit einem speziellen Sicherheitszaun abgesperrt, große Taschen durften nicht mitgenommen werden. Unter anderem für die Kontrollen an den Zugängen hatte die Stadt 450 Ordner engagiert, 200 mehr als bisher. Allein diese sollen mit 3,6 Millionen Euro zusätzlich zu Buche geschlagen haben.

Umfrage: Macht eine Bierpreis-Bremse Sinn?

 

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