Neues in der Schwimmbaddebatte Josef Schmid fordert das "Allacher Bad" zurück

Will das "Allacher Bad" zurück: Bürgermeister Josef Schmid (CSU). Foto: Daniel von Loeper

Das hatten die SWM wegen hoher Kosten für eine Sanierung nicht weiter betreiben wollen.

München - Erst vor ein paar Tagen hat die SPD-Fraktion ein weiteres (dann neuntes) Münchner Familienbad für München gefordert. Freiham nannten die Genossen als einen möglichen Standort – also ein Areal im gerade entstehenden neuen Stadtteil im Münchner Westen.

Bei Bürgermeister Josef Schmid (CSU) löst das zumindest Verwunderung aus. Just im Münchner Westen nämlich, im beschaulichen Allach (wo er selber aufgewachsen ist), sei mit dem Allacher Bad 71 Jahre lang eine "einmalige Freizeitoase" gestanden. Bis die damals rot-grüne Stadtregierung 2009 dafür gesorgt habe, "dass es trockengelegt und abgerissen wird" – gegen den anhaltenden Protest vieler Bürger.

Zuvor hatte die "Allach-Untermenzinger Bürgervereinigung", eine private Betreiberinitiative, das Bad ein paar Jahre über Wasser gehalten. Die Stadtwerke, zu denen es zuvor gehört hatte, hatten die erforderlichen hohen Sanierungskosten nicht tragen wollen.

Schon damals hatte Josef Schmid dafür argumentiert, das Bad mit Blick auf die Bevölkerungszunahme zu erhalten. "Es war damals schon klar, dass die Langwieder Seenplatte für viele, vor allem kleinere Kinder, schlicht zu weit entfernt ist", sagt Schmid – und fordert jetzt in einem Brief an OB Dieter Reiter (SPD) "die Revitalsierung des Allacher Bads". "Ich freue mich, dass es bei SPD und Grünen wieder anerkannt ist, dass der Münchner Westen bei der Badsituation unterversorgt ist", so der Bürgermeister.

Es sei zu hoffen, dass das Bad wieder hergestellt werde, "und zwar nicht nur für die, die schöne Erinnerungen mit dem Allacher verbinden".

 

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