Der TSV 1860 ist nach der Pokalpleite gegen Holstein Kiel auch beim VfR Aalen im 4-3-3-System aufgelaufen. Vor allem ein Sechzger-Spieler ist in beiden Partien besser zur Geltung gekommen.

München - 14 Treffer hat er in der Regionalliga Bayern erzielt, in der Dritten Liga hat’s ein bisschen gedauert, bis er zum ersten Mal zugeschlagen hat: Nico Karger. Der torgefährliche Außenbahnspieler der Mannschaft von Trainer Daniel Bierofka war in den ersten Partien torlos geblieben, im DFB-Pokal und zuletzt beim 4:1-Auswärtssieg beim VfR Aalen hat er jeweils eingenetzt.

Mehr Zielwasser? Möglich. Überwundene Anpassungsschwierigkeiten eine Liga höher? Vielleicht auch das. Aber: Karger scheint auch von einem anderen Umstand zu profitieren: Bierofkas Systemumstellung.

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Nico Karger profitiert von 4-3-3-System

Gegen Kiel auf Giesings Höhen und in der Aalener Ostalb-Arena durfte der 25-Jährige im Gegensatz zu den ersten Spielen, als das Sturmduo Adriano Grimaldi und Sascha Mölders in einem 4-4-2-System jeweils gemeinsam an vorderster Front aufgelaufen war, im 4-3-3 mit zwei Außenangreifern in einer etwas offensiveren Rolle ran.

Im Pokal zunächst, weil Bierofka gegen den höherklassigen Gegner auf eine defensivere Ausrichtung mit schnellen Außenbahnspielern und ebenjenem Karger setzte und dafür Mölders opferte. In Aalen fehlte der 33-Jährige nun verletzt.

Sascha Mölders weiter angeschlagen

Karger nutzte die Gunst der Stunde jeweils zur 1:0-Führung und gefiel nicht nur durch seine Treffer, sondern auch durch effektives Pressing. Gegen den VfR hätte der Kronacher, dessen Hoheitsgebiet die linke Angriffsseite ist, gut und gerne noch ein, zwei Treffer erzielen können, scheiterte aber jeweils am Aluminum. Zudem geht der Assist für Alessandro Abruscia auf sein Konto.

Nachdem Mölders erst im Laufe der Woche wieder ins Training einsteigen wird, dürfte auch im nächsten Ligaspiel gegen Mitaufsteiger Energie Cottbus am Freitag (19 Uhr, im AZ-Liveticker) nicht viel gegen den zuletzt treffsicheren "King Karges" sprechen.

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