Neuerungen 2020 Diese Dinge ändern sich für Unternehmen

Es tut sich auch 2020 wieder einiges in Unternehmen Foto: Monkey Business Images/Shutterstock

Die Meisterpflicht ist zurück und der Mindestlohn gestiegen. Für Unternehmen hat sich mit dem Jahreswechsel einiges geändert.

 

Für Unternehmer hat sich mit dem Jahreswechsel schon einiges geändert und auch im März gibt es mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz weitere Neuerungen. Das sind die Umstellungen, die 2020 unter anderem mit sich bringt.

Fachkräfte aus Drittstaaten

Ab März tritt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Dann können Fachkräfte, die aus Drittstaaten - also Ländern außerhalb der EU - stammen, auch ohne akademischen Abschluss in Deutschland arbeiten: Als Fachkraft gelten demnach künftig einheitlich Hochschulabsolventen und Beschäftigte mit qualifizierter Berufsausbildung. Bei Letzterer fällt die Begrenzung auf Mangelberufe weg, auch eine Vorrangprüfung (sprich: Gibt es einen EU-Bürger, der den Job übernehmen könnte?) gibt es nicht mehr. Unternehmen in Bereichen wie Gesundheit und Pflege, wo großer Fachkräftemangel herrscht, könnten von dieser Lockerung profitieren. Voraussetzung sind neben der anerkannten beruflichen Qualifikation ein Arbeitsvertrag und Sprachkenntnisse.

Meisterpflicht ist zurück

Die Meisterpflicht wurde in zwölf Gewerken am 1. Januar 2020 wieder eingeführt, unter anderem bei den Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern oder bei Raumausstattern. Durch die Änderung der Handwerksordnung dürfen diese nur mit einem Meistertitel ihr Handwerk selbstständig ausüben oder Lehrlinge ausbilden. Für bestehende Betriebe gibt es allerdings einen Bestandsschutz. Und weiterhin gilt die Meisterpflicht nicht für 40 Gewerke wie Maßschneider, Uhrmacher, Schuhmacher oder Müller.

Digitaler Lohnnachweis für Berufsgenossenschaften

Arbeitgeber sind verpflichtet, einen Lohnnachweis an die Berufsgenossenschaft abzugeben, der als Grundlage für die Beitragsberechnung an die Unfallversicherung dient. Der Nachweis muss spätestens bis zum 16. Februar 2020 eingereicht werden. Seit dem 1. Januar 2019 ist dieses Meldeverfahren digital. Unternehmen nutzen dafür eine Online-Lohnabrechnung oder eine Lohnabrechnungssoftware.

Der gesetzliche Mindestlohn ist gestiegen

Seit dem 1. Januar 2020 gilt in Deutschland ein neuer allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn von 9,35 Euro brutto je Zeitstunde. Vorher lag dieser bei 9,19 Euro. Zudem gibt es seit dem Jahreswechsel für Auszubildende eine Mindestvergütung. Azubis, die ihre Ausbildung 2020 beginnen, sollen im ersten Jahr in der Regel eine gesetzliche Mindestvergütung in Höhe von 515 Euro erhalten. Tarifvertraglich können allerdings auch in Zukunft niedrigere Vergütungen vorgesehen werden.

Steuerfreie Tätigkeiten

Bei Fort- oder Weiterbildungen ist neu, dass nun auch Leistungen des Arbeitgebers nicht versteuert werden müssen, die "die Beschäftigungsfähigkeit des Arbeitnehmers verbessern". Das gilt beispielsweise für Sprach- oder Computerkurse, die nicht arbeitsplatzbezogen sind. Steuerlich ändert sich zudem, dass bei kurzfristigen Beschäftigungen die pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent bis zu einem durchschnittlichen Arbeitslohn von 120 Euro pro Arbeitstag angesetzt werden kann. Bisher waren es 72 Euro. Als Kleinunternehmer gilt außerdem seit 1. Januar, wer nicht mehr als 22.000 Euro Umsatz macht. Zuvor lag die Grenze bei 17.500 Euro.

 

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