Neuer Trainer des TSV 1860 Offensivfußball oder nicht? Das sagt Runjaic

Hatte einen ereignisreichen Tag an der Grünwalder Straße: Kosta Runjaic, neuer Trainer des TSV 1860, bei seiner Vorstellung. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Kosta Runjaic gilt als Anhänger des offensiven Fußballs und hat während seiner Amtszeit in Kaiserslautern "lieber agiert als reagiert". Das sagt der neue 1860-Trainer über sein Konzept.

 

München - "Heutzutage wird ja viel von Konzept- und Laptoptrainern gesprochen. Ich kann nur sagen: Ich habe einen Laptop, und ein Konzept habe ich auch." So lautete Kosta Runjaics lapidare und scherzhafte Antwort auf die Frage nach seinem Konzept, bevor er anfügte: "Ich denke, die arbeit auf dem Platz und in der Kabine ist auch sehr wichtig."

Doch wie sieht er aus, sein Plan für die Sechzger? Während seiner Amtszeit beim 1. FC Kaiserslautern (2013 bis 2015) ließ Runjaic nach Aussage von 1860-Sportchef Oliver Kreuzer einen "ansehnlichen und offensiven Fußball" spielen. "Grundsätzlich ist es so, und das hat bei Kaiserslautern auch gut funktioniert: Ich habe immer lieber agiert als reagiert." Und bei den Löwen?

"Es kommt auf die Balance an", sagt Runjaic, der auch mitbekommen hat, dass diese bei den Blauen zuletzt gefehlt hatte. Herausgespielte Torchancen blieben oft Mangelware oder Wunschdenken. Nach und nach wolle der Neu-Coach daran arbeiten: "Jetzt ist es zwei Jahre nicht so gelaufen. Wir müssen erstmal zusehen, Stabilität herzustellen. Dann werden wir sehen, wie wir unser Spiel Stück für Stück entwickeln können. Dann haben wir die Chance, aus dieser Stabilität heraus mit unserer Spielweise für Euphorie und Stimmung zu sorgen."

Das sei bei einem "Verein mit viel Charme" wie Sechzig unabdingbar, die Fans mit ins Boot zu holen: "Die Löwen haben tolle Fans. Wir müssen es schaffen, sie zu begeistern." Trotz des Trubels um seine Verpflichtung und der grundsätzlichen Unruhe bei den Löwen sagt er: "Ich möchte mich trotz all der Hektik auf meine Arbeit konzentrieren - ohne eine tabellarische Prognose. Wir wollen einfach das Maximale rausholen." Vielen Fans wäre schon recht, wenn sie keine Abstiegsängste mehr durchstehen müssten.

 

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