Neuer DiCaprio-Film "The Revenant" triumphiert bei den Golden Globes

Der mexikanische Regisseur Alejandro Inarritu (l.) mit Leonardo DiCaprio bei der Golden Globes-Verleihung in Los Angeles. Foto: dpa

Bei vielen Kritikern galt der brutale Film über den Überlebenskampf eines Mannes als Favorit - und tatsächlich gibt es gleich drei Auszeichnungen für "The Revenant". Weitere Gewinner: Matt Damon, Jennifer Lawrence, Kate Winslet, Sylvester Stallone und Lady Gaga.

 

Los Angeles - Das düstere Rachedrama "The Revenant - Der Rückkehrer" mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle ist mit drei Auszeichnungen der große Gewinner der Golden Globes. Das Werk gewann den wichtigsten Preis als bestes Filmdrama. Außerdem wurde der Mexikaner Alejandro González Iñárritu als bester Regisseur ausgezeichnet, die Trophäe für den besten Hauptdarsteller ging an DiCaprio. Andere Filme, die wie das Liebesdrama "Carol" oder "The Danish Girl" mit mehreren Nominierungen ins Rennen gegangen waren, gingen in der Nacht zum Montag in Beverly Hills dagegen leer aus. Die Golden Globes sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars.

In "The Revenant" spielt DiCaprio (41) einen Pelztierjäger, der in der verschneiten Wildnis ums Überleben kämpft. González Iñárritu und DiCaprio beteuerten auf der Bühne, dies sei der härteste Dreh ihres Lebens gewesen. Der Hauptdarsteller holte sich damit seine dritte vergoldete Weltkugel, für den Regisseur war es die erste. Der Film ist vergangenen Donnerstag in den deutschen Kinos angelaufen.

Damon, Lawrence und Winselt bekommen Trophäe

In der Kategorie "Komödie" setzte sich das Weltraumepos "Der Marsianer - Rettet Mark Watney" von Regisseur Ridley Scott (78) gegen die Konkurrenz durch. Für das schwarzhumorige Werk gab es die Auszeichnung als beste Filmkomödie. Außerdem wurde Matt Damon als bester Hauptdarsteller geehrt.

Jennifer Lawrence holte sich zum dritten Mal in ihrer Karriere einen Golden Globe: Die 25-Jährige gewann für ihre Rolle in der Komödie "Joy - Alles außer gewöhnlich" als beste Hauptdarstellerin. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten; Lawrence spielt darin eine Geschäftsfrau, die sich bis ganz nach oben hocharbeitet.

Kate Winslet holte sogar schon ihre vierte Globe-Trophäe - als beste Nebendarstellerin in "Steve Jobs". Sylvester Stallone wurde als bester Nebendarsteller für "Creed - Rocky’s Legacy" ausgezeichnet. Als bester Animationsfilm gewann "Alles steht Kopf" über das turbulente Innenleben eines Mädchens. Denzel Washington (61) nahm den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk entgegen.

Als Favorit war das Liebesdrama "Carol" nach der Romanvorlage von Patricia Highsmith mit fünf Nominierungen ins Rennen gezogen. Doch der Film über eine lesbische Liebe in den 1950er Jahren mit den Hauptdarstellerinnen Cate Blanchett und Rooney Mara ging am Ende leer aus. Auch die Anwärter "Spotlight", "The Danish Girl" und "The Big Short" blieben auf der Strecke.

Bei den Fernsehpreisen setzte sich "Mr. Robot" an die Spitze und gewann die Auszeichnung als beste TV-Serie. "Mr. Robot" erzählt von einem jungen Programmierer, der als Hacker arbeitet. Einen weiteren Preis gab es für Christian Slater als bester Nebendarsteller in einer Serie. Er spielt den titelgebenden "Mr. Robot", der den jungen Hacker für seine Ziele rekrutiert.

Lady Gaga mit Auszeichnung

Eine der größten Überraschungen war die Auszeichnung für Lady Gaga. Die Sängerin (29) nahm bei der Gala ihren ersten Golden Globe als Schauspielerin in Empfang. Sie wurde für ihre Rolle in der Mini-Fernsehserie "American Horror Story: Hotel" ausgezeichnet. Dies sei einer der größten Momente ihres Lebens, stammelte der Star auf der Bühne. "Ich wünschte mir, Schauspielerin zu werden, bevor ich Sängerin wurde."

Die Gala wurde moderiert von dem britischen Komiker Ricky Gervais. Er unterhielt die Gäste mit seinen bissigen Kommentaren und Witzen über Prominente wie Donald Trump und Sean Penn.

Die Golden Globes werden als wichtiger Gradmesser für die Oscars angesehen. Die Nominierungen dazu werden an diesem Donnerstag verkündet; Ende Februar werden dann die Preise verliehen.

 

0 Kommentare