Neue Styling-Show Guido Maria Kretschmer: "Mensch, du arme Maus, ich mache dich heute schön"

Neue Show mit Star-Designer Guido Maria Kretschmer: "Hotter than my daughter" Foto: RTL/ Gregor Hübl

Frei nach dem Motto "Erst die Probleme, dann die Textilien" berät Star-Designer Guido Maria Kretschmer in seiner neuen Show mehrere Mutter-Tochter-Gespanne in Modefragen. Das Grundproblem teilen alle Paare: Die Mutter fällt modisch mehr auf als die Tochter. Darunter leiden beide Seiten. Im Interview erklärt Kretschmer, wie er helfen will.

 

Berlin - "Hotter than my daughter": In diesem neuen Stylingformat von RTL geht es um Mütter, die meinen, viel besser und heißer auszusehen als ihre Töchter. Sie tragen Miniröcke, bauchfreie Tops, viel Make-up, kommen in 15 cm Absätzen zum Schulfest und genießen es, wenn ihnen jüngere Männer auf der Straße nachschauen. Den Töchtern ist genau das peinlich. Sie schämen sich für ihre spärlich bekleideten Mütter, die ihrer Ansicht nach einfach nicht in Würde altern wollen. "Die Töchter leiden unter den negativen Kommentaren der Mitmenschen. So entwickeln sie eine Wut gegen die Mütter und verweigern sich selbst komplett dem Textil", erklärt der einfühlsame Star-Designer Guido Maria Kretschmer (48, "Anziehungskraft: Stil kennt keine Größe") die Kettenreaktion in einem Interview mit RTL.

Denn auch die Mütter haben etwas an ihren Töchtern auszusetzen: Mauerblümchen mit strähnigen Haaren und ausgelatschten Turnschuhen... Keine Frage, das ist der Stoff aus dem emotionale TV-Momente entstehen - oder um es mit Kretschmers Worten zu sagen: "Es ist ein sehr spannendes Format, weil die beiden doch ihre Liebe verbindet. Sie wollen stolz aufeinander sein, akzeptiert werden und wieder zueinanderfinden. Die Sendung geht sehr ans Herz."

Der beliebte Star-Designer ist für seine ehrlichen, aber sympathischen Kommentare bekannt - ob als Kritiker bei "Shopping Queen" (VOX) oder Juror bei "Das Supertalent" (RTL). Auch bei "Hotter than my daughter" nimmt er kein Blatt vor den Mund, um die Damen wieder auf den richtigen Modeweg zu bringen: "Wenn eine Mutter mit 52 extrem sexy aussieht, wenn es immer billiger und jünger wird, dann frage ich: 'Was ist falsch gelaufen?' oder 'Was ist deine Intention?' Vielleicht weiß sie gar nicht, wie sie wirkt oder macht es nur einem neuen Mann zuliebe."

Bei einem Hausbesuch lernt Kretschmer in der Show die beiden Frauen und ihren Kleiderschrank kennen. Welche Kleidung er als "No-Go" für ältere Menschen empfindet, erklärt er so: "Man kann sehr wohl mit 60 oder 70 Jahren sexy aussehen, aber man muss eben drauf achten, dass man nicht mehr alles zeigt - die Stärken betont und die Schwächen etwas verdeckt. Ganz wichtig ist es, dass man Respekt vom Gegenüber bekommt." Es gelte, sich nicht der Lächerlichkeit preiszugeben. "Aber es gibt auch Momente, in denen eine falsche Botschaft durch die Kleidung vermittelt wird. Wenn andere anfangen über dich zu lachen oder du in eine Ecke geschoben wirst, die gar nicht deine ist", weiß der modisch und psychologisch versierte Experte.

Und wenn er es in der Sendung, die ab 14. Mai um 21.15 Uhr ausgestrahlt wird, seinen Kandidatinnen gegenüber dann so formuliert, liegen hoffentlich genug Taschentücher bereit: "Ich will, dass nie mehr einer über dich lacht! Ich will, dass die sehen, dass du eine schöne, starke Frau bist. Exzentrisch darfst du auch weiter sein, aber ich möchte, dass du dich wohlfühlst." Oder so: "Mensch, du arme Maus. Ich verspreche dir, ich mache dich heute schön und alle sollen es sehen, dass du das auch bist!"

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Dass die Sendung "Hotter than my daughter" heißt, ist laut Kretschmer kein Zufall: "Ich denke, dass die Mutter-Tochter-Konstellation besonders zu Konflikten neigt, wenn die Tochter plötzlich zur Frau wird. Sie kann dann zur Konkurrentin werden oder einfach jünger und schöner sein als ihre Mutter. Manchmal will eine Mutter nicht, dass die Tochter aufregender ist." Dennoch glaubt der Designer, dass es ebenfalls sehr interessant sein könnte, auch mal einen Jungen mit seiner Mutter zu zeigen.

Das weiß Kretschmer, der inzwischen in Berlin, Münster und auf Mallorca lebt, aus eigener Erfahrung: "Meine Mutter hatte Glück, weil ich sie von Anfang an immer umgestylt habe. Ich habe auch die ganze Bude in die Hand genommen und immer alle Möbel herumgeschoben. Manchmal zieht sie meinen Vater an und kauft ihm solche Looks, wo ich sage: 'Mama, du übertreibst doch. Papa kann nicht mehr den Jeans-Total-Look tragen, der ist 75'. Dann sagt sie: 'Das stand ihm doch früher so gut', worauf ich ihr sage: 'Mama, die Zeiten ändern sich'."

Kleider machen Leute und Mode kann Menschen verändern, das dürfte die Sendung zeigen. "Mode oder Kleidung ist die Haut der Seele", sagt Kretschmer. "Also nackt ist auch schön, finde ich, aber manchmal hilft ein bisschen Stoff, um gleich zu sagen: Ich gehöre zu denen; Ich bin diejenige, die das gerne mag. Oder: Ich verstecke mich; Ich bin diejenige, die mit ihren Stärken trumpft; Die nur auf sexy macht oder die vielleicht mütterlich ist, oder Hippie, Gothic, Rockabilly oder was auch immer. Du kannst alles sein", fasst der Modemacher die Möglichkeiten zusammen.

Die Alternative sei die Burka erklärt Kretschmer weiter, und damit "in einem System zu leben, das dir vorgibt, was du in der Öffentlichkeit tragen sollst". Der Mode-Experte wünscht sich dagegen, dass die Menschen mehr "mit dieser Freiheit spielen". Wichtig sei dabei einfach: "Schönes zu betonen und Unzulänglichkeiten zu verdecken. Das kann jeder von uns."

 

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