Neue Gäste am Marienplatz Nobles Hotel zieht in das Hugendubel-Haus

Am Marienplatz in München gibt es bald neue Gäste. Foto: Fotolia

Am Marienplatz soll ein Nobelhotel entstehen. Das Hotel zieht in den obersten beiden Stockwerken des Hugendubel-Hauses ein und begrüßt schon bald seine Gäste.

 

München - Das neue Hotel wird aus insgesamt 26 Suiten und Zimmern bestehen. Ein Stockwerk darunter wird der Presseclub seinen Sitz behalten. Für das Buchfachgeschäft sind auch in Zukunft einige Flächen im ersten und zweiten Stock vorgesehen. Das Geschäft mietet die Räumlichkeiten und wird für alle interessierten Besucher mit seinem umfangreichen Angebot an Büchern erhalten bleiben. Die Hauptmieterin Telekom möchte im Erdgeschoss eine neue moderne Filiale für alle Kunden eröffnen.

Umbau beginnt im nächsten Frühjahr

Nach dem Umbau können die Mieter 2017 einziehen. Es wird also bald luxuriös im Hugendubel-Haus am Marienplatz. Über der Buchhandlung und der neuen Filiale der Telekom werden Hotelzimmer und -suiten eingerichtet, um anspruchsvollen Städtereisenden eine Unterkunft der Extraklasse zu bieten. Vom neuen Hotel aus findet man schnell in die Innenstadt und kann direkt von dort aus eine Besichtigungstour durch Münchens Innenstadt planen. Neu ist hierbei die Möglichkeit über den Dächern Münchens direkt im Zentrum mit Blick auf den Viktualienmarkt zu übernachten. Das neue Nobelhotel im umgebauten Hugendubel-Haus wird laut www.immobilien-zeitung.de vom Münchner Familienunternehmen Geisel eingerichtet. Die Zimmer und Suiten werden im gehobenen Niveau geplant und stellen Unterkünfte für eine Klientel zur Verfügung, die es gerne luxuriös mag, während einer Städtereise.

Hugendubel auf zwei Stockwerken und Telekom mit neuer Filiale

Der Umbau des Hugendubel-Hauses wird von der Bayrische Hausbau organisiert. Sie gehört zum Schörghuber-Konzern und möchte das umgestaltete Gebäude bis zum Jahr 2017 fertigstellen. Es wird eine neue klassisch-schlichte Fassade entstehen, die das Stadtbild in Zukunft positiv prägen soll. Der architektonische Eindruck der Fassade, die sich gegenüber des neugotischen Rathauses befindet, soll eher einfach und zurückhaltend gehalten. Eine Orientierung an den Häusern der Nachkriegszeit ist ausdrücklich erwünscht, so Stadtheimatpfleger und verantwortlicher Architekt Gert Goergens, der sich sehr für eine Berücksichtigung architektonischer Zusammenhänge einsetzt, wie auch auf www.sueddeutsche.de deutlich wird.

Die Filiale von Hugendubel bleibt dem Haus als Untermieter erhalten, was viele Buchfreunde freuen dürfte. Das Buchfachgeschäft gestaltet die Räumlichkeiten um und möchte mit einer neuen Strategie besser auf die treuen Kunden eingehen. Die Büroräume im dritten Stock bezieht der Presseclub und bleibt wie gewohnt im Haus als Mieter erhalten, sagt Büroraumexperte Andreas Elze von buerostuhlshop.tv

So werden sich die Buchhandelskette, die Telekom, der Presseclub und das neue Nobelhotel das umgestaltete Hugendubel-Haus am Münchner Marienplatz teilen:

Luxus-Hotel der Familie Geisel oberste zwei Stockwerke
Büro-Räume des Presseclubs 3. Stockwerk
Hugendubel-Filiale in neuen Räumen 1. und 2. Stock
neue Telekom-Filiale Erdgeschoss

Neues Nutzungskonzept – Altes bleibt aber bestehen

Im Inneren des neuen Hugendubel-Hauses wird es ein neues Nutzungskonzept. Bei der Erarbeitung des Vorhabens ist allerdings darauf geachtet worden, dass Altes Bestand hat. Die Hugendubel-Filiale wird zusätzlich Räumlichkeiten gegenüber des Alten Peters nutzen. Über diesen attraktiven Eingang ist es für Bücherfreunde möglich, in den Laden im ersten und zweiten Stock zu gelangen. Das neue Gebäude setzt sich also aus der Bücherfiliale von Hugendubel, den umgestalteten Büroräumen des Telefonanbieters und den zwei oberen Hotel-Etagen zusammen. Im Haus wird der neue Flagship-Store der Telekom entstehen. In der modernen Filiale werden sogenannte „Erlebnistische“ eingerichtet, an denen die interessierten Kunden das umfangreiche Angebot an Smartphones und Tablets direkt testen können. Außerdem wird es in den Räumlichkeiten der Telekom Themenwände geben, an denen die einzelnen Artikel den Besuchern ausführlich vorgestellt werden können. Das Luxushotel der Familie Geisel siedelt sich nicht ohne Grund im Zentrum Münchens an. Vor allem im Fünfsternebereich ist das Angebot an Unterkünften für anspruchsvolle Städtereisende in München noch ausbaufähig:
 


                                                                                           Quelle: Eigene Darstellung

Presseclub bleibt dem Haus als Mieter erhalten

Der Presseclub richtet seine Räumlichkeiten unter dem neuen Luxushotel in der dritten Etage ein zu dem sich Ute C. Hopfengärtner, die Sprecherin der Geisel Privathotels wie folgt äußert: "Der Markt für weitere Hotels ist in München groß genug". Man sei auf Reisende aus, die München besuchen und erleben wollen und einen gehobenen Anspruch an ihre Unterkunft während dieser Zeit stellen. Anfang der Neunzigerjahre haben die Brüder Carl, Michael und Stephan Geisel die Leitung des Unternehmens übernommen und sind in der Stadt für ihren Erfolg bekannt. Ausschließlich in München haben Sie ihre Tätigkeiten im Hotelgewerbe stark expandiert und sind deshalb Experten auf diesem Gebiet.

Die folgenden Hotels werden von den drei Geisel-Brüdern in München erfolgreich geführt:
- Hotel Königshof am Stachus
- Hotel Anna im Pini-Haus
- Cosmopolitan
- Excelsior
Außerdem leiten sie eine Weinhandlung und das Restaurant Geisels Werneckhof in Schwabing. Zusätzlich zu den architektonischen Veränderungen an der Fassade des Hugendubel-Hauses am Marienplatz planen die Geisel-Brüder 2017 weitere bauliche Maßnahmen am Stachus. Der Königshof wird soll abgerissen werden und ein neuer aufsehenerregender Bau wird entstehen, der schon jetzt für einige Diskussionen sorgt. Vom spanischen Büro Nieto Sobejano Arquitectos wurde eine avantgardistische Architektur entworfen, die für reichlich Gesprächsstoff sorgt. Dabei soll ein mächtiger Längsschnitt in der neuen Fassade entstehen. Nach 2 Jahren soll das neue Gebäude fertig sein.

Die Architekten Nieto und Sobejano sind auch für die innenarchitektonische Gestaltung des Hotels im Hugendubel-Haus verantwortlich. Die neuen Räumlichkeiten im luxuriösen Hotel sollen durch ein „innovatives Raumkonzept“ und von einem „kontemporären Design“ geprägt sein. Wir dürfen gespannt sein!

Das Luxus-Hotel sucht noch einen Namen

Ein Name für das luxuriöse neue Hotel der Geisel-Brüder steht noch nicht fest. Nach Auskunft der Bayerische Hausbau soll das neue Hugendubel-Haus zu einem "Aushängeschild und zu einer Visitenkarte Münchens" werden. Die Familie Geisel wird hoch geschätzt als Mieter, der sich mit hohem Engagement für das Hotelgewerbe in der Stadt München einsetzt. Das Volumen, die Dachlandschaft und die Grundform des Hugendubel-Hauses bleiben erhalten. Der optische Eindruck wird sich allerdings verändern. Die Architektengemeinschaft Nieto Sobejano hat daran gearbeitet, dass das neue Gebäude mit seiner umgestalteten Fassade nicht den übrigen architektonischen Eindruck der Umgebung zerstört. Der Entwurf soll sich möglichst passend in das Ensemble der Altstadt einfügen.

Neuer Bau und moderne Innenarchitektur – Ein Gewinn für ganz München

Mit den Architekten Fuensanta Nieto und Enrique Sobejano konnten die Geisel-Brüder zwei besondere Architekten für die Gestaltung der Innenräume ihres neuen Luxushotels im Hugendubel-Haus am Marienplatz gewinnen. Sie leiten Architekturbüros in Berlin und Madrid und wurden mit zahlreichen wichtigen Architekturpreisen (z.B.: Alvar Aalto Medaille 2015, Finnland (Quelle: www.baunetz.de); Hannes-Meyer Preis 2012, Deutschland) ausgezeichnet. Der Neubau des Königshofs in München, das unter der Leitung Geisel-Brüder steht, wurde ebenfalls von ihnen entworfen.

 

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