Neue Fotos von Vicco von Bülow So bleibt Loriot unvergessen

Loriot wäre am 12. November 90 Jahre alt geworden. Alle Fans des 2011 verstorbenen Humoristen können sich mit zwei neuen Bildbänden an Vicco von Bülow erinnern: Über 400 bisher unveröffentlichte Zeichnungen und Fotos, die Loriot von seinen prominenten Gästen bei sich zu Hause gemacht hat, gibt es darin zu sehen.

"Mit Ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht" - nicht nur Sätze wie dieser erinnern an den 2011 verstorbenen Vicco von Bülow alias Loriot. Das berühmte grüne Sofa, von dem aus er in den 1970er Jahren seine Cartoons und Sketche anmoderiert hat, steht jetzt als Bronze-Replik vor dem Funkhaus in Bremen - um an den "grandiosen Künstler Vicco von Bülow" zu erinnern, wie Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger laut "radiobremen.de" bei der Enthüllung sagte. Der Autor, Regisseur, Schauspieler und Karikaturist wäre am 12. November 90 Jahre alt geworden.

Getreu Loriots Motto "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos" sitzt auf dem bronzenen Biedermeier-Sofa einer von Loriots Lieblings-Hunden, die der "Ödipussi"-Star auch gerne gezeichnet hat. In dem Buch "Spätlese" (Diogenes, 368 Seiten, 39,90 Euro), das über 400 bisher unveröffentlichte Zeichnungen des Künstlers zeigt, gibt es über 30 Möpse zu bewundern. Auch mehr vom berühmten Knollennasenmännchen, frühe Bildergeschichten, Zeichnungen für Freunde und Bekannte und die Nachtschattengewächse, die Loriot in den schlaflosen Stunden seiner letzten Lebensjahre schuf, zeigt dieser Band.

Loriot, der in Berlin aufwuchs und zuletzt am Starnberger See lebte, hat auch fotografiert - unter anderem die Prominenten, die ihn in seinem Haus besuchten. Gesammelt gibt es diese Bilder in "Gästebuch" (Diogenes, 175 Seiten, 26,90 Euro). Das erste Foto stammt aus dem Jahr 1957, das letzte von 1996. Freunde, Verwandte und Künstlerkollegen posierten für Vicco von Bülow vor immer dem gleichen Hintergrund: neben einer Säule, vor einem Vorhang. Über die Jahre entstand so eine umfangreiche Fotogalerie: Zu sehen sind zum Beispiel Walter Giller, Horst Buchholz, Rudolf Augstein, Nadja Tiller und Georg Kreisler.

 

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