Neubaugebiet im Nordosten Handeln statt Zögern: Was die SEM-Befürworter vorschlagen

Der Umgriff der SEM Nordost zwischen Daglfing und Riem. Orange bedeutet Bebauung, Grün Frei-, Erholungs- und landwirtschaftliche Flächen. Foto: ProSEM

Die Befürworter der SEM Nordost haben eine ganze Reihe von Forderungen an die Stadt - und Vorschläge wie es weitergehen kann. 

 

Bogenhausen/Riem - Die Debatte um die SEM Nordost dauert an. Fest steht, der Stadtrat hatte zuletzt den Startschuss für einen Ideenwettbewerb für das noch genau zu planende Quartier gegeben.

Das Bündnis Pro SEM, in dem sich viele Initiativen, Verbände, Organisationen und Unternehmen zusammengetan haben, um sich für das Projekt einzusetzen, hat nun konkrete Vorschläge und Forderungen erarbeitet. Sie sollen helfen, das Projekt voranzubringen – und auch die notwendige Klarheit für Eigentümer, Nachbarn und „die gesamte Stadtgesellschaft“ zu schaffen.

„Wir sind zunehmend besorgt darüber, wie zaghaft und perspektivlos politisch Verantwortliche an wichtige Weichenstellungen bei der Entwicklung neuer Stadtteile mit bezahlbarem Wohnraum herangehen“, heißt es.

Weil das Thema sehr komplex sei, erwarte man außerdem, dass der OB dies zur Chefsache mache. Das Thema dürfe nicht bis zur Kommunalwahl 2020 ausgesessen werden.

Zehn Forderungen an die Stadt

So sehen die Forderungen der SEM-Befürworter auch zuallererst vor, die Anliegen der Grundeigentümer ernst zu nehmen und mit ihnen Lösungen zu suchen. Etwa durch eine spezielle Anlaufstelle außerhalb der Verwaltung. Dies beinhalte auch faire Angebote für die Grundeigentümer, Bodenspekulation müsse trotzdem ausgeschlossen werden, ebenso Spekulation mit Wohnraum.

Auch müssten die Kosten für die Infrastruktur transparent gemacht werden. Desweiteren wird gefordert, dass dauerhaft bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird, und lebendige und sozial intakte Stadtquartiere entwickelt werden. Die städtebauliche Diskussion solle dazu möglichst breit geführt werden.

Die gute und nachhaltige Erreichbarkeit und Mobilität sollen dabei von Anfang an sichergestellt werden. Ebenso eine „grüne“ Infrastruktur und Artenvielfalt. Außerdem solle gemeinsam mit den Landwirten ein Konzept zur „agrarstrukturellen Zukunft“ erarbeitet werden.

An der Ultima Ratio „Enteignung“ müsse festgehalten werden, auch wenn diese nicht angestrebt wird.

Und zu guter Letzt: Gegner der Stadterweiterung sollen ein schlüssiges Alternativkonzept darlegen.

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