Neinmaika und die Folgen Münchner Grüne: Fürchten keine Neuwahlen

Die beiden Münchner Grünen-Chefs Sylvio Bohr und Gudrun Lux. Foto: Andreas Gregor/ho

Die Münchner Grünen zeigten sich am Montag enttäuscht vom Abbruch der Sondierungen - und fürchten sich nicht vor Neuwahlen. "Wir sind gut aufgestellt".

 

München - Das Jamaika-Beben erreicht auch die Landes- und Lokalpolitik. Die Münchner Grünen haben sich am Montag zum Aus der Sondierungen in Berlin geäußert - und angekündigt, sich nicht vor Neuwahlen zu fürchten.

Gudrun Lux, Vorsitzende der Münchner Grünen: "Wir Grüne haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wir Grüne machen es uns nie leicht, wir streiten mit viel Herzblut um beste Lösungen. Wir nehmen die Demokratie sehr ernst und suchen tragfähige und nachhaltige Lösungen. Wir ringen um Kompromisse und Verständigung, denn nur so können wir die Zukunft gestalten. Das alles hat unser Sondierungsteam auf Bundesebene vorbildlich angepackt und umgesetzt. Die Partei und die Öffentlichkeit wurden stets transparent auf dem Laufenden gehalten. Wir Münchner Grüne haben die Sondierungen gespannt verfolgt und sind enttäuscht vom Gesprächsabbruch seitens der FDP, die sich vor Kompromissen und staatspolitischer Verantwortung drückt."

Ihr Mitvorsitzender Sylvio Bohr sagte: Wir sind in München personell und inhaltlich bestens aufgestellt. Mit unseren zwei Bundestagsabgeordneten Dieter Janecek und Margarete Bause sind wir seit September in Berlin sehr gut vertreten. Wir werden bei einer eventuellen Neuwahl den Platz als zweitstärkste Kraft in München halten. Sollte es Neuwahlen geben, gehen wir motiviert mit unseren Abgeordneten und allen Mitgliedern wieder an die Haustüren und an die Infostände im Wahlkampf!"

Bayern-SPD will Rücktritt von Seehofer und Merkel

Auch die bayerische SPD äußerte sich nach dem Scheitern. Für SPD-Landeschefin Natascha Kohnen steht fest, dass sowohl Seehofer als auch Merkel zurücktreten müssen. Zudem bleibe sie dabei, dass sich die SPD Gesprächen über eine mögliche Neuauflage der Koalition mit der Union verweigern sollte: "Wir als SPD bleiben bei unserem Nein zur Neuauflage einer großen Koalition."

 

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