NBA-Finale Bittere Niederlage: Mega-Blackout von Clevelands Smith!

Statt den entscheidenden Korb zu machen, dribbelte Clevelands J.R. Smith (r.) wenige Sekunden vor dem Spielende zur Mittellinie zurück. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Die Cleveland Cavaliers haben das erste Spiel der NBA-Finalserie verloren – und das trotz unglaublicher 51 Punkte von LeBron James. Grund für die Niederlage: Ein katastrophaler Blackout von J.R. Smith.

 

Oakland - Die Golden State Warriors haben in einem Basketball-Krimi das erste Duell der NBA-Finalserie gewonnen. Der Titelverteidiger bezwang die Cleveland Cavaliers um den glänzend aufgelegten Superstar LeBron James in eigener Halle mit 124:114 nach Verlängerung. James erzielte mit 51 Punkte einen persönlichen Play-off-Rekord, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

Beste Werfer bei Golden State waren Stephen Curry (29 Punkte) und Kevin Durant (26). Vor allem die letzten Sekunden der regulären Spielzeit strapazierten die Nerven: Cleveland ging 50 Sekunden vor Schluss 104:102 in Führung, ehe Golden State nach einer umstrittenen Entscheidung ausglich: Ein Foul von Durant wurde nach Videobeweis zurückgenommen und zu einem Foul durch James erklärt. Durant erhielt zwei Freiwürfe und traf zum 104:104.

Kurioses Ende: Spieler kennt den Spielstand nicht

Cleveland-Coach Tyronn Lue erklärte nach der Partie, er fühle sich wegen dieser Szene "beraubt". Strittig war vor allem, auf welcher Seite der "Charge-Linie" James stand und ob somit der Videobeweis zulässig war. "So etwas ist noch nie gemacht worden, niemals in der Geschichte des Spiels. Und dann passiert es im Finale, auf der größten Bühne", sage Lue. Schiedsrichter Ken Mauer verteidigte seine Entscheidung dagegen als korrekt.

Auch nach der Szene blieb es spannend. Golden State lag 107:106 in Führung, als Celvelands George Hill 4,7 Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe erhielt. Hill verwandelte den ersten zum Ausgleich, der zweite sprang zurück ins Feld. Kurios: J.R. Smith holte sich den Rebound, warf aber nicht mehr.

Rudelbildung kurz vor Schluss

In der Verlängerung war Golden State dann das klar bessere Team, startete mit einem 9:0-Lauf und brachte den Sieg nach Hause. In den letzten Sekunden ging es trotzdem noch einmal hoch her: Clevelands Tristan Thompson drückte seinem höhnisch applaudierenden Gegenspieler Draymond Green den Ball ins Gesicht, die Folge war eine Rudelbildung, Thompson wurde in die Kabine geschickt.

Spiel zwei folgt am Sonntag (Ortszeit), Heimrecht haben erneut die aus dem kalifornischen Oakland stammenden Warriors. Golden State und Cleveland stehen sich bereits zum vierten Mal in Folge in der Finalserie der NBA gegenüber. Die Warriors gewannen 2015 und 2017, die Cavs 2016.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading