Nationalspieler bald im "Club der Hunderter" Schweinsteigers Hunderster: Jetzt der WM-Titel!

Bastian Schweinsteiger. Foto: dpa

Bastian Schweinsteiger steht vor seinem 100. Länderspiel für die deutsche Nationalmannschaft. In einem Interview spricht er über den WM-Titel und seine Vorbilder und lobt Michael Ballack.

 

München - Sollte Joachim Löw auf ganz große Experimente verzichten, läuft Bastian Schweinsteiger am Dienstagabend in Schweden zum 100. Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf. Mit 29 Jahren gehört der Spieler des FC Bayern München dann dem erlauchten "Club der Hunderter" im DFB-Team an, als zwölfter Spieler erreicht er diese Marke.

Am Ende seiner Nationalmannschaftskarriere sieht sich Schweinsteiger deswegen aber noch lange nicht angekommen. "Ich habe noch immer viel vor mir", sagt er in einem Interview mit dem Fachmagazin "Kicker".

"Ich habe mit Bayern die Champions League gewonnen. Jetzt möchte ich mit der Nationalelf das ganz Große erreichen", sagt er - also am besten 2014 in Brasilien den WM-Pokal gewinnen. Selbstbewusst sagt er: "Ich habe das Gefühl zu wissen, wie man Titel gewinnen kann."

Bastian Schweinsteiger im "Kicker" über...

...seinen 100. Länderspieleinsatz: "Es ist vor allem eine Ehre, und die Zahl erfüllt mich auch mit Stolz. Ich kenne viele, die wären schon froh, wenn sie wenigstens einmal in der Nationalmannschaft spielen dürften."

…Vorbilder: "Frank Lampard ist eine große Persönlichkeit, auch Xavi oder Andrea Pirlo. Aber ich hatte mindestens ebenso große Persönlichkeiten in der eigenen Nationalmannschaft, Michael Ballack und Oliver Kahn. Von denen konnte ich mir in jungen Jahren eine Scheibe abschneiden."

…seine größte Länderspielpleite: "Das verlorene EM-Finale 2008 gegen Spanien. Wenn man so kurz vor dem Ziel scheitert, tut das besonders weh."

…Vereinstreue: "Die meisten Profis spielen drei Jahre hier, drei Jahre dort und zwei Jahre noch mal woanders. Ich habe noch nie den Verein gewechselt, spiele bei Bayern München, seit ich 14 bin. Ich habe das Gefühl, das wird oft als Selbstverständlichkeit betrachtet, aber das ist es in der heutigen Zeit nicht. Es ist etwas ganz Besonderes."

…Michael Ballack, der bei 98 Länderspielen stehen blieb: "Ich finde nicht, dass die Karriere von Michael Ballack unvollendet ist. Das zu behaupten, ist eigentlich sogar respektlos. Man muss vor ihm den Hut ziehen für das, was er für den deutschen Fußball gemacht hat."

 

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