Näharbeiten für den guten Zweck Dienst getan: Das wird aus einer Polizeiuniform

Die robusten Stoffe in den Tarnfarben Grün und Senfgelb werden zu praktischen Taschen umgenäht. Foto: Ulli Scharrer

Aus Alt mach neu: In Straubing wird die grüne Dienstkleidung umgearbeitet und vertrieben – für einen guten Zweck.

 

Vom Kinderrucksack, zur Picknickdecke bis zur Damenhandtasche aus zwei weißen Polizeimützen: Die alten Uniformen bayerischer Polizisten sollen nicht allesamt in Schränken verstauben oder als Putzlumpen enden! Ganz im Gegenteil: Die robusten Stoffe in den Tarnfarben Grün und Senfgelb werden zu praktischen Taschen umgenäht und sollen dann für einen guten Zweck verkauft werden.

Heute wird Innenstaatssekretär Gerhard Eck in den Behindertenwerkstätten bei den Barmherzigen Brüdern in Straubing die Muster und Prototypen vorstellen. In den Behindertenwerkstätten sollen die Produkte anschließend in Produktion gehen und über ein Online-Portal zum Kauf angeboten werden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte die Idee für das Projekt. Ähnliche Initiativen gibt es bereits in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Als besonders gefragt gelten mit Sternen oder Abzeichen verzierte Produkte. Das Wappen darf in Bayern jedoch nicht verwendet werden.

Die Auslieferung der neuen Uniform läuft bereits. Bis Mitte 2018 sollen alle 27 000 uniformierten Beamten in Bayern damit ausgestattet sein. Die alte Uniform – mehr als 600 000 Artikel (Hemden, Jacken, Hosen, Mützen) – wird ausrangiert. Ein Teil des Erlöses durch die neuen Produkte soll der Bayerischen Polizeistiftung zugutekommen.

 

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