Nachhaltiger Tourismus Klimaneutrales Reisen: Die wichtigsten Informationen und Tipps

Die Welt in guten Händen? Was Reisende für den Klimaschutz tun können. Foto: stock.adobe.com © anuskiserrano #226786896

Das Thema des Klimaschutzes gewinnt auch in der Reisebranche zunehmend an Bedeutung. Das trübt zwar nicht die Reiselust, sorgt aber für veränderte Gewohnheiten. Was also ist klimaneutrales Reisen und wie kann es funktionieren?

 

Dass die Deutschen gerne reisen, ist kein Geheimnis. Allein im Jahr 2018 haben 55 Millionen Menschen mindestens eine Reise unternommen, die fünf oder mehr Tage angedauert hat. Hinzu kommen zahlreiche Kurztrips, beispielsweise über die (verlängerten) Wochenenden oder die Brückentage. Somit lag die Zahl der Urlaubsreisen bei insgesamt 70,8 Millionen mit einer durchschnittlichen Reisedauer von etwas mehr als zwölf Tagen, so die offizielle Statistik.

Wenn es um die Urlaubsarten geht, gibt es ganz unterschiedliche Präferenzen. Hoch im Kurs steht in jedem Fall der klassische Bade- und Strandurlaub, aber auch immer mehr Deutsche jeder Altersgruppe entscheiden sich für Kreuzfahrten. Diese jedoch gelten als echter Klima- und Umweltsünder, weshalb dieser Trend umstritten ist. Es lässt sich allerdings auch ein Gegentrend beobachten: Wanderurlaube sowie Radreisen erfreuen sich ebenfalls steigender Beliebtheit, was auch dem zunehmendem Wunsch nach klimaneutralem Reisen geschuldet ist.

Transportmittel als Hauptproblem beim Reisen

Kreuzfahrten sind aber längst nicht die einzigen Klimasünder, wenn es um das Thema der Reisen geht. Stattdessen gibt es viele Reisearten, Transport- und Verkehrsmittel, welche vor allem bei Fernreisen das Klima sowie die Natur schädigen. Ein Hauptproblem ist dabei die An- und Rückreise. Vor allem bei weiter entfernten Destinationen, wird hierfür gerne das Flugzeug gewählt. Es bringt einen schließlich komfortabel und schnell ans Reiseziel – selbst, wenn dieses am anderen Ende der Welt liegt. In den vergangenen Jahren ist das Fliegen zudem immer günstiger geworden. Kurzstreckenflüge innerhalb von Europa sind oft schon weit unter 100 Euro zu haben und selbst Flüge nach Thailand oder in ähnlich weit entfernte Ziele kosten bei einer frühzeitigen Buchung teilweise nicht mehr als 500 Euro.

Allerdings bedeutet jeder Flug einen durchschnittlichen Ausstoß an Treibhausgasen von rund 211 Gramm pro Person und Kilometer. Das klingt auf den ersten Blick wenig, doch so kommt ein Langstreckenflug von Düsseldorf nach Sydney beispielsweise auf rund 5.373 Kilogramm CO2. Zum Vergleich sind es bei einem Pkw etwa 142 Gramm pro Personenkilometer und damit werden meist deutlich kürzere Strecken zurückgelegt, sodass das Auto unterm Strich tatsächlich umweltfreundlicher ist. Noch bessere Werte hat der Zug mit durchschnittlich 41 Gramm und der Reisebus mit circa 32 Gramm pro Personenkilometer. Als klimaneutral können diese Fortbewegungsmittel dennoch nicht bezeichnet werden.

Was bedeutet eigentlich „Klimaneutralität“?

Dass es einen Klimawandel gibt und dieser verheerende Folgen haben wird, wenn er nicht rechtzeitig gestoppt beziehungsweise umgekehrt wird, ist mittlerweile vielfach bewiesen. Ebenso, dass die bereits erwähnten Treibhausgase, allen voran das CO2, dabei eine der Hauptursachen darstellen. Klimaneutralität bedeutet allerdings nicht, dass keine solchen Treibhausgase produziert beziehungsweise freigesetzt werden.

Stattdessen kann eine Kompensation stattfinden, sprich die Treibhausgasemissionen werden an einer anderen Stelle wieder eingespart. Kommt es hingegen gar nicht erst zu Treibhausgasemissionen, wird von der Emissionsfreiheit gesprochen. Auch diese ist dann natürlich klimaneutral. Unterm Strich kann also immer dann von Klimaneutralität gesprochen werden, wenn schlussendlich die Bilanz wieder auf null steht – beispielsweise eben nach einer (Fern-) Reise, wenn bestimmte Maßnahmen getroffen werden.

Reisen und der Klimaschutz: Ein Spannungsfeld

Nur auf klimafreundlichere Transportmittel wie den Bus zu setzen, reicht für das klimaneutrale Reisen also nicht aus. Hinzu kommen außerdem weitere Emissionen, welche während einer Reise anfallen. Dabei handelt es sich beispielsweise um das Fleischgericht im Restaurant oder die Fahrt mit dem Jetski über das Meer.

Viele Aktivitäten, die im Urlaub ausgeübt werden, ziehen also direkt oder indirekt gewisse Emissionen nach sich. Hinzu kommen weitere "Umweltsünden":

• die Produktion von Plastikmüll
• die Zerstörung von Lebensräumen für Tiere
• der Verbrauch eventuell knapper Ressourcen

Selbst ganz alltägliche Dinge wie das Duschen sind genau genommen eine Belastung für die Umwelt – was natürlich nicht nur im Urlaub gilt. Doch bei Reisen häufen sich solche Emissionen und viele Menschen nehmen dabei auch weniger Rücksicht auf die Umwelt oder das Klima als im Alltag. Schließlich möchten sie sich im Urlaub nicht mit solchen Dingen "belasten". Beim Reisen und dem Klimaschutz handelt es sich also um ein Spannungsfeld, denn bislang war es kaum möglich, diese zu vereinen.

Es findet (endlich) ein Umdenken statt

Ganz auf das Reisen zu verzichten, wäre also eine klimaneutrale Lösung, kommt jedoch für die meisten Menschen nicht infrage. Glücklicherweise reift aber das Umweltbewusstsein zunehmend in der Bevölkerung und es findet ein Umdenken statt. Obwohl sie also reisen möchten, wollen viele Deutsche dennoch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten – oder eben zumindest klimaneutral Urlaub machen, um das Klima nicht zusätzlich zu belasten.

Diesen Trend hat mittlerweile auch die Reisebranche erkannt, sodass viele Reiseveranstalter, Transportdienstleister, Hotels und Gastronomien mitziehen. Sie haben verschiedene Wege gefunden, um Urlaubern eine klimaneutrale Reise zu ermöglichen, ohne dabei auf das echte "Feeling" verzichten zu müssen. Zu erwarten ist außerdem, dass dieser Trend auch in den kommenden Jahren anhält und sich gegebenenfalls verstärkt. Bestenfalls wird es eines Tages ganz normal sein, bei einer Reise auf deren Klimaneutralität zu achten. Ob und wann das der Fall sein wird, muss jedoch abgewartet werden.

Welche Möglichkeiten zur Kompensation gibt es?

Die Klimaneutralität ist also ein Thema mit zunehmender Wichtigkeit und jeder Mensch sollte sich damit auseinandersetzen – im Urlaub, aber auch im Alltag. Hierbei stehen zwei Fragen im Vordergrund: Das ist einerseits jene, wie sich Emissionen vermeiden lassen. Allerdings ist das nicht immer möglich, weshalb andererseits interessant ist, welche Möglichkeiten es zu deren Kompensation gibt?

• Kompensationszahlungen: Die häufigste Variante für das klimaneutrale Reisen sind sogenannte Kompensationszahlungen. Diese sind mittlerweile beispielsweise bei der Flugbuchung möglich. Es werden also zwar Treibhausgasemissionen verursacht, zeitgleich leisten die Reisenden aber freiwillige Zahlungen an "klimafreundliche" Projekte. Hierbei kann es sich um Investitionen in die erneuerbaren Energien handeln, um Spenden an Klimaschutzprojekte oder ähnliche Dinge. So werden beispielsweise durch den Bau von Windkraftanlagen in Entwicklungsländern viele Tonnen an CO2 eingespart, was durch die Kompensationszahlungen schneller sowie in größerem Ausmaß geschehen kann. Dennoch ist es schwer zu sagen, wie hoch diese Zahlung sein muss, um tatsächlich Klimaneutralität herzustellen. Denn die Effekte solcher Spenden oder Abgaben auf den Klimaschutz realistisch einzuschätzen, ist schwierig.

• Freiwilligenarbeit: Es gibt auch Personen, die sich stattdessen dafür entscheiden, direkt vor Ort an ihrem Reiseziel einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sie verbinden einen Teil der Reise oder sogar die gesamte Urlaubszeit mit einer Freiwilligenarbeit vor Ort. Um bei dem Beispiel zu bleiben, könnte das bedeuten, direkt in ein solches Entwicklungsland zu reisen und dort beim Bau der Windkraftanlagen zu helfen. Diese Art der Kompensation ist noch deutlich weniger verbreitet, doch entsprechende Umweltschutzprojekte wie das Sammeln von Müll haben in den vergangenen Jahren einen großen Zulauf erfahren. Tendenz steigend.

• Verhaltensänderungen: Der klimafreundlichste Weg liegt natürlich darin, gar nicht erst Emissionen zu verursachen. Es würde sich somit um eine "emissionsfreie" Reise handeln, wie bereits erklärt wurde. Zwar ist es schwierig, als Urlauber überhaupt keine Treibhausgase freizusetzen, weder direkt noch indirekt. Doch es gibt durchaus Personen, die das schaffen. Sie entscheiden sich beispielsweise dafür, eine Radreise zu unternehmen und im Zelt zu nächtigen. Dabei ernähren sie sich vegan, regional sowie saisonal. Vielleicht sammeln sie sogar selbst Beeren und waschen sich in den Bächen sowie Flüssen auf dem Weg. Das klingt extrem, doch tatsächlich liegt so ein "Survival-Urlaub" derzeit vor allem bei den jüngeren Generationen voll im Trend und kann auch im kleinsten Rahmen stattfinden. Klimaneutralität nur durch Verhaltensänderungen zu erreichen und eine Kompensation somit überflüssig zu machen, ist also zwar möglich, aber eher die Ausnahme als die Regel.

Die beste Strategie, um tatsächlich mit ökologisch reinem Gewissen reisen zu können, liegt in einer Mischung der genannten Möglichkeiten. Sinnvoll ist es natürlich, auf einer klimaneutralen Reise von Beginn an nur so wenig Emissionen zu verursachen, wie das eben machbar ist. Wo sich der direkte oder indirekte Ausstoß von Treibhausgasen nicht vermeiden lässt, können aber auch Kompensationszahlungen einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Und wer sich dann noch vor Ort engagiert, kann durchaus klimaneutral – oder sogar klimaförderlich – unterwegs sein. Dennoch ist das Konzept der Klimaneutralität nicht frei von Kritik.

Alles nur "Greenwashing" und "Ablasshandel"?

Immer wieder wird behauptet, bei der Klimaneutralität und ihren Kompensationsmöglichkeiten handele es sich nur um "Greenwashing“ oder eine moderne Art des "Ablasshandels". In der Kritik stehen dabei vor allem Unternehmen, die zwar als Klimasünder agieren, sich allerdings aufgrund entsprechender Kompensationsmaßnahmen als klimaneutral bezeichnen und darauf ein nachhaltiges Image aufbauen.

Es mag also durchaus Fälle geben, in welchen hinter der Klimaneutralität eher ein gutes Marketing steckt als ein tatsächlicher Klimaschutz. Zudem bemängeln Kritiker, diese Kompensationen würden nicht ausreichend, um einen tatsächlichen Ausgleich zu schaffen. Die Bilanz sei somit am Ende unterm Strich nicht bei null, wie das in der Theorie versprochen wird.

Zuletzt ist der Begriff der Klimaneutralität nicht gesetzlich geschützt. Somit kann prinzipiell jeder behaupten, klimaneutral zu sein, zum Beispiel ein Reiseveranstalter, eine Fluggesellschaft oder ein Hotel – ob das tatsächlich stimmt, ist für die Verbraucher jedoch schwierig nachzuvollziehen. Es gibt also einige berechtigte Kritikpunkte an dem Konzept der Klimaneutralität im Allgemeinen und damit auch am klimaneutralen Reisen. Dennoch stellt sie zumindest einen sinnvollen Einstieg in die Thematik dar und lässt das Klima- und Umweltbewusstsein in der Bevölkerung wachsen.

Wer sich vornimmt, seinen nächsten Urlaub klimaneutral zu gestalten, zeigt zumindest den guten Willen und macht damit einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Dadurch wird der Reisende automatisch mehr auf die Klimafreundlichkeit seiner Handlungen, Einkäufe und Aktivitäten achten – im Urlaub sowie anschließend im Alltag. Ziel ist also, insgesamt mehr Rücksicht auf das Klima zu nehmen. Bestenfalls bedeutet das nicht nur eine klimaneutrale Reise, sondern eben auch die aktive Vermeidung von Emissionen. Worauf es bei der Klimaneutralität somit ankommt, ist nicht, dieselben Gewohnheiten beizubehalten, aber den Schaden an der Umwelt und dem Klima zu kompensieren, sondern von Vornherein "anders" zu reisen.

Tipps für (mehr) Klimaneutralität beim Reisen

Auch hier ergibt sich ein Spannungsfeld: Einerseits möchten die Deutschen nicht auf das Reisen verzichten und das müssen sie auch nicht. Andererseits lautet die Devise, so viele Emissionen wie möglich einzusparen. Mit einer Fernreise ans andere Ende der Welt ist das kaum möglich. Das ist mit einer der Gründe, weshalb viele Deutsche mittlerweile bevorzugt im eigenen Land oder im europäischen Ausland ihren Urlaub verbringen. Denn diese Destinationen stellen zumindest einen Kompromiss dar, welcher von Vornherein weniger klimaschädlich ist als die klassische Fernreise.

Doch auch Kurzstreckenflüge gelten als echte Klimasünder und ebenso kann ein Urlaub in Deutschland zahlreiche Emissionen verursachen. Es kommt also weniger auf das "Wo" an als auf das "Wie". Folgende Tipps können demnach helfen, bei der nächsten Reise klimaneutral(er) unterwegs zu sein:

Transportmittel „richtig“ auswählen
Wie eingangs erwähnt, ist das Transportmittel in den meisten Fällen der größte Klimasünder bei einer Reise. Demnach sind Kreuzfahrten und Flugreisen eine schlechte Wahl für eine klimaneutrale Reise, was auch für kurze Strecken gilt. Das eigene Auto beziehungsweise der Camper, die Zugreise oder die Wahl des Reisebusses sind dabei bessere Optionen, jedoch ebenfalls weit von der Klimaneutralität entfernt. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht tatsächlich klimaneutrale Möglichkeiten gibt, um von A nach B zu kommen. Da wäre beispielsweise das Fahrrad, aber auch zu Fuß lassen sich weite Strecken zurücklegen, vielleicht im Rahmen einer Pilgerreise. Manche Menschen sind zu Pferd unterwegs, andere wählen das Skateboard. Sollten sich Emissionen durch einen Flug oder eine Autofahrt hingegen nicht vollständig vermeiden lassen, ist die Kompensation zumindest das kleinere Übel.

• Klimaneutrale Unterkünfte buchen
Der zweite große Faktor für eine klimaneutrale Reise sind die Übernachtungen. Denn pro Nacht und Person werden im Regelfall mehrere dutzend Kilogramm an CO2 ausgestoßen – ohne, dass die Reisenden davon wissen. Diesen Wert genau zu berechnen, ist für die Gäste der Hotels und Ferienwohnungen also beinahe unmöglich und dementsprechend wissen sie auch nicht, wie viel sie kompensieren müssen.

Mittlerweile gibt es jedoch Anbieter, welche dem Trend folgen und sich ebenfalls das Ziel der Klimaneutralität gesetzt haben. Sie versuchen aktiv, die Emissionen und weitere Umweltsünden, beispielsweise den Wasserverbrauch, auf ein Minimum zu reduzieren. In vielfältigen Bereichen rund um den Alltag der Unterkünfte gibt es Möglichkeiten, nachhaltiger zu handeln. Auf den Webportalen finden sich oftmals mehr Details und Informationen zu den einzelnen Maßnahmen. Das erhöht die Transparenz und erleichtert es den Gästen, die Kompensation entsprechend zu "berechnen".

Sinnvoll ist es daher, vorab zu recherchieren, welche Unterkünfte für die eigene klimaneutrale Reise geeignet sind. Neben der Transparenz, die soeben geschildert wurde, ist dabei natürlich auch wichtig, dass möglichst wenig CO2 ausgestoßen wird. Anstelle des großen Luxushotels mit großem Wellness-Bereich und beheiztem Pool punkten dabei oft kleinere Alternativen wie Hostels, Ferienwohnungen oder einfach der Campingplatz.

• Eine „klimafreundliche“ Verpflegung
Bei der Verpflegung wird das Thema der Klimaneutralität für viele Menschen sehr abstrakt. Schließlich verursacht das Frühstücksbuffet im Hotel oder das Abendessen im Restaurant auf den ersten Blick scheinbar keine direkten Emissionen. Auf den zweiten Blick wären da aber die Transportwege der Lebensmittel, die Fleischproduktion als einer der größten Klimasünder überhaupt, der Strom, um das Buffet warm zu halten, und viele weitere Punkte, welche eben doch direkt oder indirekt den Klimawandel befeuern.

Tatsächlich ist es aber möglich, sozusagen "klimafreundlich" zu essen und zu trinken. Eine Lektion, die nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag umgesetzt werden sollte. Der Verzicht auf Fleisch ist dabei zwar umstritten, jedoch aus klimatischer Hinsicht sehr wichtig. Ebenso sollten weitere tierische Lebensmittel weitestgehend gemieden werden. Pflanzliche Nahrungsmittel gelten nämlich aus verschiedenen Gründen als sinnvoller. Weiterhin ist es wichtig, dass die Lebensmittel die kürzest möglichen Transportwege zurücklegen. Am besten kommen sie also direkt aus der Region und sind saisonal, sodass sie nicht aus anderen Ländern importiert oder beispielsweise in der Gefriertruhe gelagert werden müssen. Zuletzt ist es nicht nur günstiger, sondern auch klimafreundlicher, diese Speisen selbst zuzubereiten. So können außerdem die Mengen individueller gewählt werden, um zusätzlich die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

• Aktivitäten bewusst auswählen
Außerdem ist es beim klimaneutralen Reisen essentiell, die Aktivitäten vor Ort auf ihre Klimafreundlichkeit zu überprüfen. So gilt beispielsweise das Skifahren als sehr kritisch, wenn es um Umweltaspekte geht, vor allem in Skigebieten mit Kunstschnee. Demgegenüber ist eine Schneeschuhwanderung unbedenklich, sofern grundlegende Verhaltensregeln wie das Mitnehmen des Mülls eingehalten werden. Das Jetski-Fahren ist ebenfalls eine eher schlechte Wahl, das Paddeln auf dem "SUP“"hingegen klimaneutral.

Es gibt also je nach Urlaubart, Jahreszeit, persönlichem Geschmack, Budget und weiteren Faktoren zahlreiche Möglichkeiten, um die eigene Reise klimaneutral zu gestalten, ohne dass sie langweilig werden muss. Das mag zwar den einen oder anderen kleinen Verzicht bedeuten, dafür aber ein reines "klimatisches" Gewissen.

Fazit

Das klimaneutrale Reisen ist durchaus möglich, wenn "richtig" an die Sache herangegangen wird. Alles, was es dafür braucht, ist der Wille und das entsprechende Know how. Einerseits ist es dabei wichtig, Emissionen von Vornherein auf einem Minimum zu halten, beispielsweise durch die Wahl des richtigen Transportmittels oder einer klimafreundlichen Unterkunft.

Dennoch lassen sich der Ausstoß von CO2 oder weitere Umweltsünden wie die Produkten von Plastikmüll kaum gänzlich vermeiden, ohne dabei einen Urlaub in Extremform wie etwa einen "Survival-Trip" zu verbringen. Das ist jedoch nicht jedermanns Ding. Wo also trotzdem direkt oder indirekt Emissionen verursacht werden, hilft das Konzept der Klimaneutralität dank der Kompensationsmöglichkeiten zumindest dabei, den Schaden für das Klima und die Umwelt geringer zu halten.


Die Recherche und Erstellung des Textes wurden durch einen externen Redakteur vorgenommen und stammen nicht aus der eigenen Redaktion.

 

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