Nachbarschaftssrteit eskaliert Rentner ersticht seine Nachbarin (49)

Der Tatort ist mit Kerzen versehen. Foto: dpa

Mehrmals droht er, sie umzubringen. Jetzt lauert der 72-Jährige der frisch verheirateten Frau (49) im Landkreis Rottal-Inn auf, schlägt sie und geht mit dem Messer auf sie los. Sie stirbt am Tatort.

 

Rottal-Inn - Mitten auf der Straße passt er seine Nachbarin ab und verletzt sie tödlich. Die 49-Jährige wird in Hebertsfelden mit einem Messer niedergestochen: Der Täter, ein 72-Jähriger, wartet mittags, gegen 11.15 Uhr, in der Ortsmitte der kleinen Gemeinde im Landkreis Rottal-Inn auf die Frau. Er greift sie unvermittelt an und schlägt auf sie ein. Das teilen die Staatsanwaltschaft Landshut und das Polizeipräsidium Niederbayern mit.

Anschließend sticht er mehrmals auf die Frau ein. Wiederbelebungsversuche eines herbeigerufenen Notarztes bleiben vergeblich. Das Opfer stirbt noch am Tatort. Der Mann, der als psychisch krank bekannt sein soll, wollte sich nach der Tat am Montag erhängen. Er wurde in einem kritischen Gesundheitszustand ins Klinikum in Eggenfelden eingeliefert. Dort starb der Rentner gestern.

Der Tat ist ein seit Langem schwelender Nachbarschaftsstreit vorausgegangen, der in einem richterlichen Kontaktverbot für den Täter mündete. Die getötete 49-Jährige soll mit ihrem Mann in der Nähe des Hauses des Täters ein Anwesen renoviert haben, das sie vor drei Jahren gekauft hatte. Der 72-Jährige soll anfangs noch bei ihr den Rasen gemäht und auch den Gehweg vor dem Grundstück in Ordnung gehalten haben. Doch er mischte sich immer mehr ins Familienleben des Paares ein. Das verbat sich die Frau – und der Streit nahm seinen Lauf, berichtet die „Passauer Neue Presse“.

Am Tatort in der verschneiten, mit Sternen und Lichterketten beleuchteten Ortsmitte, haben Nachbarn Kerzen zum Andenken an die Getötete aufgestellt. Wie der „Bayerische Rundfunk“ berichtet, hatte der Bürgermeister der Gemeinde, Karl Hendlmeier (CSU), die Frau und ihren Mann vor zwei Wochen erst im Rathaus getraut.

Außerdem berichtet Hendlmeier, dass der Täter bereits mehrmals angedroht hatte, die Frau zu erstechen.

 

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