Nach Wohnungs-Rauswurf vor Gericht Verklagt: Ex-Bayern-Spieler Lell muss zahlen

Der ehemalige FCB-Profi Christian Lell muss sich am Mittwoch vor dem Münchner Amtsgericht verantworten. Foto: imago

Ex-Mieter verklagen den Fußballer. Er soll bei der Eigenbedarf-Kündigung gemogelt haben. Die Parteien vergleichen sich: Lell zahlt 8.000 Euro.

 

München -  Der ehemalige Bayern-Profi Christian Lell (31) muss blechen: In einem Vergleich soll sich der Fußballer bereiterklärt haben, 8.000 Euro an den ehemaligen Mieter eines Hauses zu zahlen.

Um was geht es?

Der Hintergrund: Lell hatte nach "Bild"-Informationen dem Arzt Oliver G. und seiner Frau eine Doppelhaushälfte in Straßlach vermietet. Im Februar letzten Jahres kündigte Lell seinen Mietern. Er habe Eigenbedarf für die Wohnung, soll Lell seinen Mietern erklärt haben.

Auch weil seine Fußball-Karriere – zuletzt spielte er professionell in Spanien beim UD Levante – offenbar nicht den erhofften Verlauf genommen hatte.

Für seine Mieter war die Kündigung ein Schlag, mit dem sie nicht gerechnet hatten. Die Anwältin der Kläger: "Mein Mandant und seine Gattin wollten dort dauerhaft wohnen und das Anwesen auch kaufen. Durch die Kündigung entstand ihnen ein finanzieller Schaden."

Der Arzt verlangte 17.000 Euro. Und klagte am Amtsgericht. Denn entgegen seiner Ankündigung zog der Ex-Profi, der inzwischen in der Kreisklasse kickt, nie in dem Straßlacher Haus ein.

Prozess am Mittwoch

Der geforderte Betrag kommt vor allem durch die entstandenen Umzugskosten und die noch ausstehende Kaution zusammen. Das Gericht ordnete an, dass Lell persönlich beim Prozess anwesend sein muss. Er sollte seine Kündigung wegen Eigenbedarf glaubwürdig darstellen. Lell gab sich vor dem Gerichtstermin entspannt: „Ich halte die Klage und die Schadensersatzansprüche für völlig unbegründet.“

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Vor Gericht erklärte Lell am Mittwoch dann, dass er zwar tatsächlich zunächst vorhatte, in Straßlach einzuziehen. Es sei dann aber anders gekommen. Und zwar weil ein anderes, besser geeignetes Haus frei geworden wäre. Die Kündigung seiner Mieter sei da aber schon nicht mehr rückgängig zu machen gewesen.

Das Gericht musste am Mittwoch dann aber in der Sache doch nicht mehr entscheiden, da sich Lell und sein Ex-Mieter noch einigen konnten.

Das Amtsgericht bestätigte, dass sich die Parteien bei der Verhandlung verglichen haben. Nach AZ-Informationen wird Lell seinem Ex-Mieter 8.000 Euro zahlen.

 

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