Nach Wintereinbruch Training auf Kunstrasen: Sechzigs dreifaches Platzproblem

Testen am Mittwoch (19.30) an der Grünwalder Straße gegen den SV Wörgl: Die Löwen-Profis, hier beim Training am Montag. Foto: me

Wegen des Schneefalls trainieren die Löwen auf Kunstrasen. "Nicht optimal für die Gelenke".

 

München - Derzeit mutieren die Spieler des TSV 1860 zu Schneelöwen. Nicht nur beim Test-Kick letzten Mittwoch gegen Wacker Innsbruck (2:3) mussten die Sechzger unter dem winterlichen Wetter leiden. Nach nächtlichem Schneefall bat Trainer Daniel Bierofka seine dick eingepackten Akteure um den wiedergenesenen Daniel Wein am Montag bei Nieselregen wie bei den Testspielen gegen Innsbruck und den FC Memmingen (1:0) auf den Kunstrasenplatz.

Auf die Frage, ob er sich wegen der aktuellen Wetterlage auf das Trainingslager in Oliva Nova (3. bis 10. Februar) und die spanische Sonne freue, antwortete Bierofka kürzlich: "Das ist ja erst in zwei Wochen, also haben wir vorher noch ein bisschen Zeit." Fragt sich nur, inwieweit sich diese nutzen lässt, denn die Löwen haben ein (dreifaches) Problem.

Der Hauptplatz am Löwen-Stüberl sei laut Bierofka durch Schnee und Regen "sehr matschig" geworden, "wenn wir öfter draufgehen, machen wir ihn endgültig kaputt", wodurch die "Qualität des Trainings" leide. Der hintere Rasenplatz ruht derzeit, da sich das Anwachsen des neuen Rasens aufgrund der umliegenden Bäume problematisch gestaltet. Der Kunstrasen sei ob der erhöhten Belastung "nicht optimal für das ein oder andere Gelenk meiner älteren Spieler" wie Torjäger Sascha Mölders oder Abwehr-Routinier Jan Mauersberger.

Hasan Ismaik zahlte einen neuen Platz

Investor Hasan Ismaik hatte erst Ende 2016 eine Erneuerung des Rasens inklusive Rasenheizung abgesegnet, auch der Kunstrasen wurde ausgetauscht. Das hatte zwar für eine grundsätzliche Verbesserung gesorgt, gegen die winterlichen Witterungsbedingungen sind die Sechzger aber machtlos.

Dennoch müsse 1860 laut Biero zusehen, "unser Trainingsprogramm durchzukriegen" - und auch die beiden Tests am Mittwoch um 19:30 Uhr gegen den SV Wörgl und am Samstag beim SC Fürstenfeldbruck (14 Uhr). Der Coach stellte übrigens klar: Seine Aussagen seien "keine Kritik an unserem Platzwart - bei solchen Bedingungen geht es anderen Vereinen auch nicht anders."

 

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