Nach Verfolgung auf der Inntalautobahn Schleierfahnder schnappen gesuchten Raubmörder

, aktualisiert am 23.06.2016 - 16:52 Uhr
Erst nach mehreren Kilometern sah der Mann ein, dass er der Polizei nicht entkommen konnte. Foto: dpa

Ein russischer Autofahrer flüchtet vor einer Polizeikontrolle auf der Inntalautobahn. Warum, stellt sich erst bei seiner Festnahme heraus: Der Mann wird international wegen Raubmords gesucht. Doch das bleibt nicht sein einziges Vergehen.

 

Rosenheim - Als Schleierfahnder den Fahrer eines Seat Leon mit österreichischem Kennzeichen in der Mittwochnacht kontrollieren wollten, drückte der Mann aufs Gaspedal. Die Polizei nahm die Verfolgungsjagd entlang der Inntalautobahn auf. Erst nach einigen Kilometern sah der Mann ein, dass er keine Chance hatte zu entkommen - zuviele Poilzeiwagen waren mittlerweile hinter ihm her. Er gab sich geschlagen.

Bei der Polizeikontrolle wurde dann klar, was für den Mann auf dem Spiel stand. Der 25jährige Russe kasachischer Herkunft wurde mit internationalem Haftbefehl von den belgischen Behörden gesucht. Er steht im Verdacht, im April diesen Jahres an einem Raubmord in Belgien beteiligt gewesen zu sein. Eine Tätergruppe tötete einen Mann in seinem Haus, in welchem sie viel Geld vermutete.

Doch nicht nur das: Bei der Festnahme legte der Mann einen gefälschten russischen Führerschein vor - defacto war er also ohne Fahrerlaubnis auf der Autobahn unterwegs. Da er sich der Aufforderung der Polizei anzuhalten widersetzte und zudem illegal in Deutschland aufhielt, kommt eine ansehnliche Liste an Straftaten zusammen.

Der Festgenommene, der seit 2011 Asyl in Österreich genießt, wurde der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Rosenheim zur Haftbefehlseröffnung vorgeführt und anschließend in die JVA Stadelheim eingeliefert.

 

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