Nach Verbot durch KVR Auch für Erwachsene: Martinsumzug am Sonntag in München

, aktualisiert am 12.11.2018 - 09:19 Uhr
Für Erwachsene und Kinder: Der Laternenumzug vom Sonntag in München. Foto: Djordje Matkovic

"#WirsindLaterne": Bei dem großen Martinsumzug vom Sonntag in der Münchner Innenstadt sollten nicht nur Kinder Spaß haben. So war die Idee. Das Ergebnis.

München - Ein Münchner Radiosender hatte den "größten Martinsumzug der Stadt" - so hieß es in der Ankündigung - am Sonntag organisiert. Hunderte Münchner hatten sich - zum Teil mit selbstgebastelten Laternen -  dem Umzug unter dem Motto "#WirsindLaterne" angeschlossen. 

AZ-Leser Djordje Matkovic hat einige Szenen fotografiert. "Das, was ich heute Abend gesehen habe, war sowohl ein Kinder- als auch ein Erwachsenen-Laternenumzug", schrieb er. Denn die Idee war, dass eben nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene mit ihren Laternen (oder ohne) Spaß haben dürfen. Initiiert hat das Ganze der Münchner Radiosender "Gong 96.3".

Beginn war am Sonntag um 17 Uhr am Marienplatz, von dort aus ging der Zug über die Theatinerstraße bis hin zum Odeonsplatz. Unterstützt wurde der Radiosender dabei von der Erzdiözese München und Freising dem Kreisverwaltungsreferat (KVR) sowie von der Feuerwehr und Polizei. Der Umzug richtetete sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene.

Martinsumzug der Stadt am Montagabend

Allerdings gibt es einen Tag danach, am Montag (12. November), ebenfalls einen Umzug in der Altstadt, der von den Innenstadtpfarreien organisiert wird. Auch hier markiert der Marienplatz um 17 Uhr den Startpunkt des Umzugs, gemeinsam ziehen die Teilnehmer dann durch die Fußgängerzone zur Jesuitenkirche St. Michael in der Neuhauser Straße. Davor gibt es noch ein Martinsspiel auf dem Marienplatz.

KVR verbietet Laternenumzug für Erwachsene

Hintergrund der "Gong"-Aktion: Vor rund zwei Wochen war ein Laternenumzug ausschließlich für Erwachsene Gesprächsthema in München. Organisator war ein Start-up aus Unterschleißheim, das Craftbeer vertreibt. Das KVR genehmigte die Veranstaltung nicht, die rund 8.000 Interessierten der Facebook-Veranstaltung sowie die Organisatoren schauten in die Röhre. Die Stadt begründete ihr Vorgehen damit, dass es sich bei dem Laternenumzug um eine geplante Werbeveranstaltung handeln würde, der öffentliche Verkehrsgrund würde für ein solches Event nicht zur Verfügung stehen.

An der neuen Umzugs-Veranstaltung sind bislang über 620 Facebook-Nutzer interessiert, knapp über 120 nehmen teil. Es bleibt abzuwarten, wie viele Münchner am Ende wirklich mit ihrer Laterne am Marienplatz stehen werden.

 

9 Kommentare

Kommentieren

  1. null