Nach tödlicher Beißattacke PETA fordert Hundeführerschein in ganz Bayern

So oder so ähnlich? PETA fordert einen obligatorischen Hundeführerschein. Foto: imago/AZ

Die Tierschutzvereinigung PETA fordert nach der Beißattacke vor einer Bar am Samstag einen Hundeführerschein in Bayern. "Jeder Hund, der falsch gehalten wird, kann zu einer Gefahr werden."

 

München - Der tödliche Beißvorfall vor einer Münchner Bar am Samstag ruft jetzt auch PETA auf den Plan. Nachdem ein Mastiff, der nicht richtig angeleint war, einen kleinen Terrier totbiss, fordert die Tierschutzorganisation einen Hundeführerschein in ganz Bayern. Damit solle sichergestellt werden, dass der Hundehalter korrekt und sachkundig mit dem Tier umgehen kann.

PETA - Fachreferentin Dörte Rohl sagt: "Offenbar können viele Halter ihre Hunde nicht einschätzen. Somit ist die wahre Ursache für Beißattacken bei ihnen zu suchen – nicht beim Tier." Zum Vorfall am Samstag ergänzt sie: "Der Hund hätte ausreichend gesichert sein müssen und gar nicht in die Nähe des Terriers gelangen dürfen. Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr werden."

Niedersachsen und Berlin Vorreiter

In Niedersachsen wurde der Hundeführerschein bereits eingeführt. Seit 2013 ist der Sachkundenachweis verpflichtend. Auch in Berlin ist dieser seit Anfang des Jahres 2017 Standart. Der Führerschein sieht vor, dass künftige Halter bereits vor der Aufnahme des Hundes einen Theoriekurs absolvieren müssen. Dieser schreckt bereits viele "Impulskäufer" ab. Ein positiver Aspekt, da jedes Jahr ca. 80.000 Hunde im Tierheim landen und viele davon unüberlegt "angeschafft" wurden.

Sollte sich der Hundeinteressierte trotzdem für die Anschaffung entscheiden, muss der Halter mit seinem Hund ein obligatorisches Praxisseminar an einer Hundeschule besuchen. In München gibt es bereits einen Hundeführerschein. Wer diesen nach dem 01.05.2014 absolviert hat, kann sich ein Jahr von der Hundesteuer befreien lassen, doch trotzdem ist dieser noch nicht verpflichtend.

 

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