Nach "Tatort"-Mord im Wiesn-Zelt K.O.-Tropfen in der Maß? - Wirte-Sprecher: "Hab ich noch nie gehört"

Seit 27 Jahren Sprecher der Wiesn-Wirte: Toni Roiderer Foto: Mike Schmalz

Die Münchner Tatort-Kommissare mussten am Sonntag aufklären, wer die Droge Liquid Ecstasy unter die Wiesngäste gebracht hat. Ist so ein Szenario auch in der Realität möglich? Wirtesprecher Roiderer sieht's gelassen.

 

München - Tödliche Tropfen in der Oktoberfest-Maß, Mord im Wiesnzelt - was sich die "Tatort"-Macher da ausgedacht haben, dürfte für jeden Wiesnwirt der schlimmste Alptraum sein. Just zum Start des größten Volksfestes der Welt hat der Krimi "Die letzte Wiesn" am Sonntagabend genau mit dieser Idee 10,6 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme gelockt.

Dennoch ist Wiesn-Wirtesprecher Toni Roiderer gelassen. "Fernsehmacher und Filmemacher wissen, wie man etwas werbewirksam positioniert", sagt er. "Ich bin 27 Jahren Wirt - und ich habe nicht gehört, dass im Bierzelt K.O.-Tropfen verabreicht worden sind."

Bei ihrem 70. Einsatz im Ersten mussten die Münchner Kommissare Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Batic (Miroslav Nemec) aufklären, wer die Droge Liquid Ecstasy unter die Wiesngäste gebracht hat. Ein Opfer stirbt an einer Überdosis auf dem Fest.

Gefühlt war es zwar am Sonntagabend zur "Tatort"-Zeit auf der Wiesn eher ruhig. Aber vermutlich war - zumal in Zeiten ständiger Abrufbarkeit im Internet über Mediatheken - eher das bewölkte Wetter mit gelegentlichem Regen der Grund. "Wir haben unser Zelt voll gehabt", sagt Roiderer. Gesehen hat er den Krimi nicht - er hat derzeit Wichtigeres zu tun.

 

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