Nach Stahlseil-Attacke Medienbericht: Weiterer Anschlag auf ICE geplant?

Parallel zur Autobahn A9 verläuft nahe dem mittelfränkischen Allersberg die ICE-Strecke Nürnberg-München. Foto: Armin Weigel/dpa

Vor drei Wochen hatten Unbekannte ein Stahlseil über der ICE-Strecke zwischen Nürnberg und München gespannt. In einem Drohschreiben wurden möglicherweise weitere Anschläge angekündigt.

München/Nürnberg - In der Nähe des Tatortes bei Allersberg ist laut dem bayerischen Landeskriminalamt ein Drohschreiben in arabischer Sprache gefunden worden. Wie die "Bild" erfahren haben will, sollen darin europaweite Angriffe gegen den Bahnverkehr angedroht werden, die erst aufhören, "wenn die europäischen Staaten aufhören würden, die Terror-Organisation ISIS zu attackieren". 

BLKA hält weiteren Anschlag für wahrscheinlich

Das BLKA nehme das Drohschreiben sehr ernst, hieß es am Dienstag. Nach "Bild"-Informationen hält die Behörde einen weiteren Anschlag für wahrscheinlich. Entsprechend wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, also die Streckenkontrollen erhöht sowie die Bereitschaft aufgestockt. 

Außerdem soll laut "Bild" das Graffito an einem Brückenpfeiler in Tatortnähe auf den Twitter-Accoutne ines ISIS-Anhängers führen, der allerdings seit knapp 3 Jahren nicht mehr aktiv zu sein scheint. 

ICE rast gegen Stahlseil

Am Montag war bekannt geworden, dass es Anfang Oktober zwischen Nürnberg und München beinahe zu einem ICE-Unglück gekommen wäre. Unbekannte hatten auf der Strecke zwischen Nürnberg und München nahe Allersberg ein Stahlseil über die Gleise gespannt, gegen welches der Zug raste. Glücklicherweise hatte der Vorfall außer einem Kurzschluss am Triebewerk keine Folgen. 


 

 

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