Nach sechs Wochen Umbau So sieht's aus im neuen Café Rischart am Marienplatz

Die dreizehn Meter lange Theke ist aus Granit, an den Wänden sind Eichenholzschindeln und in der Auslage sind die gewohnten Kuchen, Torten, belegte Semmeln und Brezn. Das Café im Obergeschoss wurde komplett umgestaltet. Foto: Daniel von Loeper

Rischart hat sein Hauptgeschäft am Münchner Marienplatz nach sechs Wochen langem und zweieinhalb Millionen Euro teurem Umbau wiedereröffnet. 

Die Kinder, die ihre Nasen an der Theke platt drücken und prüfen, ob sie mit den Finger nicht doch zu den Torten und süßen Stückchen kommen, hinterlassen immer noch kleine Dapper auf der Scheibe. Aber die neue Granittheke im Rischart am Marienplatz ist so mit einer Nanotechnologie bearbeitet, dass keine Fingerabdrücke bleiben.

Seit Montag ist das Café Rischart am Marienplatz nach sechs Wochen Renovierung wieder eröffnet. Natürlich erkennen die Kunden ihren Rischart wieder, aber es gibt auch viel Neues. Gleich am Eingang befindet sich für die ganz Eiligen ein Selbstbedienungsbereich mit Schnittlauchbrezn, Schoko-Croissants, Bircher Müsli – und Dosenbier (Paulaner, 2,85 Euro).

Der Umbau des Café Rischart kostete 2,5 Millionen Euro

Wer lieber stilvoll trinkt, der geht an der 13 Meter langen Theke, die aus einem Stück gearbeitet ist, vorbei, nach hinten, wo die Gäste von der Tagesbar durch eine Glasfront auf den Alter Peter schauen können und bei diesem Wetter auch gerne draußen sitzen werden.

An der Tagesbar können sich die Gäste einen Kaffee (4,20 Euro) bestellen oder einen Himbeer-Sprizz (0,2 l, 6,50 Euro) und dann beschwingt-beschwipst shoppen gehen. 2,5 Millionen Euro hat sich Rischart den Umbau kosten lassen. Allein 24.000 rautenförmige Eichenholzschindel wurden an der Decke und den Wänden verbaut. Teilweise hinterleuchtete, historische Fotos erinnern daran, dass das Familienunternehmen Rischart auf eine 135 Jahre alte Historie zurückblickt.

Die Treppe zum ersten Stock ziert ein Foto von 1900, das die Belegschaft mit gestärkten, weißen Schürzen vor dem Stammhaus in der Fraunhoferstraße zeigt. In dieser Tradition tragen die Rischart-Mitarbeiter neuerdings auch eine eigene Rischart-Tracht. An der Theke ist ein Foto von 1932 von eben jenem Café, in dem der Gast gerade ist. Das Rathaus spiegelt sich in den Fenstern des Rischarts.

Es gibt zwölf verschiedene Sorten Kaiserschmarrn

Vom ersten Stock genießen die Gäste immer noch den tollen Ausblick auf eben jenes neue Rathaus. Das Ganztagescafé hier könnte man auch in Café Kaiserschmarrn umbenennen, denn auf der Karte finden sich zwölf verschiedene Varianten von süß bis herzhaft. Neben dem klassischen mit Rosinen und Apfelmus (9,20 Euro) auch einen Schwarzwälder-Kirsch mit Schokoteig, Kirschkompott und Schlagsahne (11,80 Euro) und einen Sesam-Hummus-Schmarrn (12,80 Euro).

Nur das Biedermeierzimmer, das die Großeltern von Magnus Müller-Rischart noch eingerichtet haben, ist ganz das Alte geblieben mit seinem Kaffeehausflair. Da bemerkt der Gast dann wirklich nicht, dass hier rund 5.000 Kunden am Tag was auf die Hand oder einen Kaiserschmarrn fürs Herz kaufen.

 

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