Nach Russland-Urteil IOC fordert Reformen beim Sportgerichtshof CAS

IOC-Präsident Thomas Bach hat nach der Aufhebung der Olympia-Sperren von 28 russischen Sportlern eine Strukturreform beim Internationalen Sportgerichtshof CAS gefordert.

Pyeongchang - "Wir können nicht riskieren, dass der CAS seine Glaubwürdigkeit bei den Athleten verliert", sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees in Pyeongchang. Die CAS-Richter hatten zuvor die vom IOC im russischen Dopingskandal verhängten Sanktionen gegen 28 Athleten komplett aufgehoben und die Sperren für elf weitere Sportler deutlich reduziert.

"Das war extrem enttäuschend und überraschend für das IOC. Wir hatten niemals damit gerechnet", sagte Bach. Das IOC erwarte nun dringend die Urteilsbegründung, die vom CAS jedoch erst für Ende Februar und damit nach Ende der Winterspiele in Pyeongchang angekündigt wurde. Bach zeigte sich über die Wartezeit verärgert, da das IOC vor einer möglichen Berufung gegen das CAS-Urteil vor dem Schweizer Bundesgericht erst die Urteilsbegründung prüfen müsse.

Das IOC habe beim CAS bereits seinen Wunsch nach Reformen hinterlegt, sagte Bach. Der CAS müsse sich so verändern, "dass die Qualität und die Beständigkeit seiner Rechtssprechung gewährleistet ist".

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