Nach Rottweiler-Attacke Tier-Experte fordert Hundeführerschein für alle Besitzer

Patrizia Anderl • Video Producerin

Der Rottweiler-Angriff am Hauptbahnhof schockiert München. Hier erklärt Tierheim-Chef Claus Reichinger, warum ein Hundeführerschein Pflicht sein sollte und welche Vorteile es dadurch für Hundebesitzer gäbe.

 

München - Angesichts der Beißattacken der jüngsten Zeit plädiert der Deutsche Tierschutzbund für die bundesweite Einführung eines Hundeführerscheins. "Es geht darum, die Sachkunde der Hundehalter zu verbessern - und zwar in allen Bundesländern", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder im April gegenüber der deutschen Presse-Agentur. Dagegen habe es keinen Sinn, Rasselisten mit angeblich gefährlichen Rassen zu erstellen.

Ähnlich sieht das auch Claus Reichinger vom Tierschutzverein München. In unserem Video erklärt er, welche Vorteile der Führerschein auch für die Hundehalter selbst habe und wieso er sich für alle Rassen anbieten würde.

Immer wieder heftige Zwischenfälle mit Rottweilern

Erst am vergangenen Sonntag hatte ein Rottweiler mehrere Menschen in München derart attackiert, dass er von der Polizei erschossen wurde. Drei Passanten und zwei Polizisten erlitten am Samstag durch Angriffe des Tiers Bisswunden

Rottweiler unterliegen in Bayern der Kampfhundeverordnung, ihre Aggressivität kann im Einzelfall aber durch ein Gutachten widerlegt werden. Dieses Jahr gab es bereits Angriffe von Rottweilern auf zwei kleine Kinder in Eching (Landkreis Freising) sowie auf eine Frau in der Münchner S-Bahn.

 

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