Nach Pokal-Sieg in Mainz Ex-Bayernstar Scholl: "Sechzig spielt in der falschen Liga"

Für Mehmet Scholl gehört des TSV 1860 nach seinen Pokalerfolgen gegen die Bundesligateams aus Hoffenheim und Mainz in die 1. Liga. Foto: AZ, dpa, GES, Augenklick

Der frühere Bayernspieler und jetzige TV-Experte Mehmet Scholl hat dem TSV 1860 nach dem 2:1-Sieg im DFB-Pokal beim FSV Mainz 05 ein dickes Kompliment gemacht. Und wünscht sich "diese Derbys"

 

München - Es grenzt schon an Komik, was der TSV 1860 in dieser Spielzeit betreibt. 14 Pflichtspiele, nur zwei davon konnten die Löwen gewinnen. Während in der Liga noch kein einziger Dreier gelang, musste ausgerechnet die beiden Erstligisten im Pokal, die TSG Hoffenheim und der FSV Mainz 05 dran glauben.

Wie die Löwen mit den beiden Siegen gegen die Bundesliga-Klubs ins Pokal-Achtelfinale einzogen, nötigte sogar einem einstigen Bayern-Spieler Respekt ab. ARD-Experte Mehmet Scholl am Rande der TV Übertragung: "Was sieht man daran? Sie spielen ind er falschen Liga. Die haben zwei Erstligisten im Pokal besiegt und in der Zweiten Liga können sie nicht gewinnen."

Scholl wünsche sich allein wegen den leidenschaftlichen Stadt-Derbys gegen die Bayern, die er früher auf Seiten der Roten selbst miterlebt hat, eine Rückkehr der Löwen in die höchste Spielklasse: "Ich hätte nichts dagegen, wenn sie in der 1. Liga spielen würden. Dann hätten wir in der Stadt wieder die Derbys", sagte der frühere Mittelfeld-Techniker.

Eins der besagten Stadt-Duelle könnte es nun aber im Pokal geben: Neben den Löwen hat auch der FC Bayern den Einzug ins Achtelfinale durch ein 3:1 gegen den VfL Wolfsburg geschafft. Am Sonntag um 19.30 Uhr wird die Runde der letzten 16 ausgelost. Auch ein weiteres Münchner Derby ist drin, falls den Löwen oder Bayern die SpVgg Unterhachung zugelost wird - die Hachinger setzten sich sensationell mit 3:0 gegen Zweitliga-Krösus RB Leipzig durch.

Dass Scholls Wunsch vom Löwen-Aufstieg vorerst ein Wunschkonzert bleibt, ist klar. Bevor die Achtelfinal-Paarungen am 15./16. Dezember aber steigen, sollten die Löwen aber zumindest schleunigst zusehen, endlich auch in der Liga mit dem Siegen anzufangen - sonst nähert sich der Zweitliga-Vorletzte gefährlich schnell dem Viertligisten aus Unterhaching an.

 

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